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Heute erhielt ich meine erste Morddrohung

18.07.2008

Das berichtet Trevor W. aus einem Balkanland. „Jasko erzählte mir, dass er gerade einen Monat im Gefängnis gewesen sei, da er mit der Mafia zu tun hat. Jetzt bräuchte er Geld für die Anwälte. Sein Deal war einfach: Ich zahle ihm jeden Monat 50 Euro und er stellt sicher, dass uns nichts passiert. Ich verweigerte die Zahlung und er schickte seine Jungs rein. Er fragte, ob ich nun zahlen würde oder nicht. Ohne Ja oder Nein zu sagen, erklärte ich ihm, dass Gott mein Schutz sei. Er gab mir bis 17 Uhr Zeit, um noch einmal über sein Angebot nachzudenken und verließ den Raum mit den Worten: „Ich werde warten.“ Da dies eine Bedrohung für das ganze Team darstellte, redete ich mit dem Team. Ich war mir dabei bewusst, dass Gott diese Angelegenheit in seinen Händen hat. Doch erschien es mir weise, gemeinsam eine Antwort zu finden. Wir beschlossen, seinen Geldforderungen nicht nachzukommen. Da er aber Geld für seine Anwälte brauchte, würden wir ihm kostenlose Alternativen, wie eine Rechtshilfe anbieten. Kurz vor 17 Uhr ging ich mit meinem Kollegen Sean zum Treffpunkt. Dort erklärte Jasko Sean die Situation – und das Problem bestand weiterhin. Er lehnte unser Angebot der Rechtshilfe strikt ab, blieb bei seinem „Ja oder Nein“ und erklärte uns die Konsequenzen eines Neins. Wir wollten diplomatisch sein und eine Ja- oder Nein-Antwort vermeiden. Doch wir drehten uns im Kreis. Jaskos Telefon klingelte. Er ließ es klingeln und sagte, sein Boss wolle wissen, ob wir zahlen würden. Ja oder Nein. Wir wussten, dass wir nicht weiter kamen. Sean schlug vor, dass wir Gott um eine Antwort bitten sollten. Wir legten unsere Arme auf Jaskos Schultern und beteten für ihn. Gott half mir zu verstehen, dass Jasko unter Druck stand und deswegen diese Dinge tat. Und dass er das Richtige machen wollte. Wir standen da, beteten und sprachen Jasko Bibelverse zu. Als wir beteten, fing ich zu weinen an. Jasko umarmte mich so fest, dass ich kaum atmen konnte. Er küsste meine Wangen und presste sein Gesicht gegen meines, so dass meine Tränen über sein Gesicht liefen. Seine Augen waren rot und geschwollen, aber er ließ seine Tränen nicht zu. Er umarmte Sean und mich. In einer absolut veränderten Fassung erklärte er uns, dass er uns nichts antun würde. Wir luden ihn ein, mit uns zu beten, aber er lehnte ab.“


Wahrscheinlich haben wir ihren Fuß gerettet

07.07.2008

„Sujata ist verheiratet und lebt zusammen mit ihrem Mann in einer kleinen Hütte“, berichtet Annika F. von einem medizinischen Einsatz unter Dalits in Indien. „Eines Tages wird sie beim Kochen bewusstlos und kommt mit ihrem rechten Fuß in das offene Feuer. Sie zieht sich eine große tiefe Brandwunde zu. Zur Behandlung geht sie in ein staatliches Krankenhaus. Aber anstatt die Wunde zu versorgen, bekommt sie zweimal pro Woche Spritzen. Am zweiten Tag unseres Einsatzes wird sie von ihrem Mann in unseren Behandlungsraum getragen. Sie ist nicht mehr in der Lage, mehr als zwei Schritte zu humpeln. Um ihren Fuß ist ein total verdreckter Lumpen gewickelt, um den die Fliegen kreisen. Auch hat sie starke Schmerzen. Nachdem ich kurz unter den „Verband“ geschaut habe, trägt ihr Mann sie in die hintere Ecke des Raumes und legt sie auf die Liege. Die Wunde ist so tief, dass die Sehnen bereits frei liegen und ein großer Bereich schwarz ist. Mit der Dolmetscherin versuchen wir herauszufinden, was passiert ist. Nachdem sich unser Arzt die Wunde angesehen hat, fange ich mit der Versorgung an: Reinigen, das tote Gewebe entfernen und einen vernünftigen Verband anlegen. Wir geben Sujata noch ein Schmerzmittel mit und bitten sie, am nächsten Tag wieder zu kommen, was sie auch macht. Während ich den Verband wechsle, erkläre ich dem Ehemann alles genau. Ich habe eine Tasche mit genug Material für über einen Monat gepackt. Mit Hilfe der Dolmetscherin haben wir eine Anleitung in Hindu gemacht, die ihm genau jeden Schritt erklärt. Sujata hat immer noch Schmerzen und kann nicht laufen. Aber wahrscheinlich haben wir ihren Fuß gerettet. Und allein für sie hat sich der Einsatz gelohnt!“


Gott gebraucht die Erfahrungen einzelner

30.06.2008

Konstanze D. berichtet von einer Pastorenkonferenz an Bord der Doulos auf den Fiji-Inseln: „Bei der Planung wurde uns gesagt, dass die örtlichen Gemeinden und Pastoren sehr mit dem Thema Einheit und Vergebung zu kämpfen hätten. Nach einigen Überlegungen und Gebeten kam mir Gerdia, eine Südafrikanerin, in den Sinn. Sie könnte gut etwas zum Thema Apartheid und der damit verbunden Spaltung und Hass sowie Einheit und Vergebung sagen. Zunächst sah es aber so aus, dass Gerdia keine Zeit hätte. Am Abend zuvor sagte sie uns aber überraschend zu. Mein Eindruck bestätigte sich, dass sie die Richtige war. Nach der Pastorenkonferenz kam ein Leiter auf mich zu und meinte, dass zwei Pastoren durch Gerdias Zeugnis Buße getan hätten. Ich war begeistert. Wir sind 350 Leute an Bord und jeder einzelne hat seine eigene persönliche Geschichte und Erfahrungen mit Gott, mit denen wir andere ermutigen können.“


Gott blieb, als wir uns wieder auf den Weg machten

18.06.2008

Heike L. berichtet von einem Besuch im Züricher Rotlichtmilieu: „Zu zweit machen wir uns auf den Weg zu Frau M., die am Telefon durchblicken ließ, dass sie sich über Besuch freuen würde. Wir klingeln und befinden uns kurz darauf im Treppenhaus. Während wir dort darauf warten, bis sie die Wohnung– wie sie es nennt – in einen besucherfreundlichen Zustand versetzt, wird mir etwas mulmig, als der tätowierte Nachbar mit seinem Kampfhund die Szene betritt. Mit Hunden kann ich es nicht so, doch auch mir entgeht nicht, dass sich dieses Pärchen gesucht und gefunden hat. Hund und Herrchen schauen uns finster an und ich kann nicht mehr genau sagen, welcher der beiden mich nervöser machte. Zum Glück ist Frau M. jetzt bereit uns hereinzulassen. Als wir die Wohnung betreten, muss ich mein Lächeln festhalten. Der Anblick, der sich uns bietet, ist alles andere als heimelig. Wir nehmen auf einem Sofa Platz, das zuvor den Hunden zum Opfer gefallen war und aus dem uns etliche Stahlfedern entgegen springen. Alles wirkt etwas „unkonventionell“. Ordnung gibt es lediglich im Regal mit den DVDs. Frau M. freut sich sehr über unseren Besuch und über die Blumen, die wir ihr mitgebracht haben. Nachdem ich meinen ersten Schrecken über den Anblick der Wohnung überwunden habe, ergibt sich ein kurzes, aber durchaus persönliches Gespräch und zum Abschied bittet sie mich, für sie zu beten. Zum Glück haben wir einen Gott, der nicht so empfindlich ist wie ich und ich werde das Gefühl nicht los, dass er blieb, als wir uns wieder auf den Weg machten.“


Wie viele werden zum Jugendtreff kommen?

12.06.2008

„Am letzten Schultag vor den Ferien besuchen wir eine weiterführende Schule“, berichtet Lukas N. aus Südafrika. „In jeder Klasse führen wir ein Anspiel auf, erzählen aus unserem Leben mit Jesus und unterhalten uns mit den Schülern. Ich bin erstaunt über die vielen tiefen und teilweise überraschend persönlichen Fragen, die von großem Interesse zeugen. Natürlich laden wir die Schüler zu unserem ersten Jugendtreff ein, der am kommenden Dienstag stattfinden wird. Am Dienstag sitzen wir dann im Schatten unter dem Baum vor der Kirche und warten auf die Jugendlichen. Vergeblich. Nicht ein einziger kommt. Was haben wir falsch gemacht? Den Rest des Tages verbringe ich damit, mit einem Freund und dem Sohn des Pfarrers durch den Ort zu laufen und die Jugendlichen zu besuchen. So können wir sie für den nächsten Jugendtreff einladen. Auch am nächsten Morgen laufen wir noch einmal von Haus zu Haus. Dann ist die Spannung groß: Wird am Nachmittag jemand kommen? Mit eingeplanter afrikanischer Verspätung kommen gut 20 Jugendliche.
Der Höhepunkt der Woche ist unsere Talent-Show am Samstagabend. Als Abschluss unserer Jugendtreffs sollten die Jugendliche ihren Begabungen entsprechend etwas vorbereiten und präsentieren: Tänze, Lieder, Gedichte und Anspiele sind auf der Bühne zu sehen. Nach einem Tanzwettbewerb leiten wir mit einem Anspiel zur Andacht über und mit Anbetungsliedern wird der Abend abgeschlossen. Nachdem wir beim ersten Treffen noch alleine unter dem Baum saßen, sind wir positiv überrascht, als wir bei der Talent-Show die Besucher zählen: Knapp 100 Jugendliche sind gekommen!“


Nicht auszudenken, wenn ein Pfeiler geknickt wäre

30.05.2008

Während den Vorbereitungen zur Renovierung des Speisesaalbodens in der Deetken-Mühle (OM-Zentrale) in Mosbach, wurde die Stabilität der drei tragenden Säulen im Speisesaal überprüft. Dies wurde veranlasst, da sich Verformungen im Bodenbereich sowie im oberen Bereich der verkleideten Säulen abgezeichnet hatten. Bei der stichpunktartigen Überprüfung stellte sich heraus, dass die Säulen aus Holz zu weiten Teilen verrottet waren. Um die Stabilität des über 200 Jahre alten, fünfstöckigen Gebäudes für die Wochen bis zum Austausch zu wahren, wurden sofort weitere Stützbalken aufgestellt. Bei der Renovierung selbst stellte sich heraus, dass bei zwei von drei Säulen kein tragfähiges Holz mehr vorhanden war. Wilfried Ballhammer, technischer Leiter in der Mühle erklärt: „Nach dem Kauf der Mühle vor über 25 Jahren mussten neue Pfosten eingebaut werden. Es wurden wieder Holzpfosten gewählt, die vermutlich noch nass waren. Für den geforderten Brandschutz hatte man diese Pfosten mit Folie eingepackt und mit einer vier bis fünf Zentimeter dicken Betonschale versehen. Durch dieses enge „Korsett“ konnte das Holz nicht mehr atmen und ist erstickt. Praktisch gesehen hat nur noch die Betonverkleidung der verrotteten Pfosten die Mühle gehalten. Wir können nur Gott loben und danken, dass nie etwas passiert ist. Nicht auszudenken, wenn einer dieser Pfosten eingeknickt wäre! Das ist ein Wunder!“


El Refugio – Zuflucht für argentinische Teenager

16.05.2008

Die Umgebung von Las Violetas in Cordoba, Argentinien wird als „ein anderes Land“ bezeichnet. Denn im Gegensatz zum einladenden Namen (Veilchen) sind Armut, Kriminalität und Drogen überall zu sehen. Als Reaktion darauf hat OM Argentinien dort ein Haus gekauft mit der Vision, den Teenagern dieses Viertels einen sicheren Hafen und eine helle Zukunft zu bieten. „Ein Freund erzählte mir einmal, dass Armut ein Mangel an Wahlmöglichkeiten sei“, erklärt der Leiter von OM Argentinien, Samuel Meza. „In Las Violetas kann man das deutlich sehen – die Menschen haben keine Wahl. Wir möchten ihnen die Möglichkeit geben, etwas anderes mit ihrem Leben zu machen.“ Das Haus, dem die Teenager liebevoll den Namen „El Refugio“ (die Zuflucht) gegeben haben, ist zu mehr geworden als einem sicheren Platz. Es ist auch ein Lernzentrum. OM bietet Unterricht in folgenden Bereichen an: Computer, Englisch, Mathematik, Sport und Bibelstudium. Außerdem hat das Team ein Kleinunternehmen gegründet: Backwaren werden hergestellt und verkauft, so dass die Jugendlichen Geld verdienen, während sie Arbeit zu schätzen lernen. Mitarbeiter von OM Argentinien bezeugen, dass die Leben mancher Teenager durch das Evangelium verändert wurden und einige den Herrn angenommen haben.


Gebet verändert schimpfenden Mann

09.05.2008

Lydia R. berichtet aus Frankreich: „Für unser Kinderprogramm benutzen wir Räume einer Gemeinde. Einmal waren indische Gemeindeleute wegen einer Besprechung in unserem Raum. Als wir kamen, gingen sie, bis auf einen Mann, in einen anderen Raum. Wir baten ihn, ebenfalls in den anderen Raum zu gehen, da sich unsere Mädchen in Gegenwart fremder Männer nicht wohl fühlen. Er weigerte sich aber und begann über Amerika, der Heimat von zwei unserer Mitarbeiterinnen, zu schimpfen. Da der Mann nicht mit sich reden ließ, haben wir versucht, uns nicht von seinen Worten stören zu lassen. Wir haben angefangen mit den beiden anwesenden Mädchen zu spielen. Als die Gemeindeleute von ihrem Treffen zurück in unseren Raum kamen, begann der Mann, der unter Alkoholeinfluss stand, herumzuschreien und er wollte sich mit ihnen schlagen. Leider verstanden die beiden Mädchen seine Schimpfworte, da sie aus Sri Lanka stammen. Für uns war das sehr schwierig, weil wir die Mädchen gerne beschützen wollten. Der Ausgang war aber durch den Mann versperrt und er schleuderte mit Stühlen um sich. Also beschlossen wir mit den Hindu-Mädchen zu beten. Sie fanden das seltsam, aber sie wussten, dass es sehr wichtig für uns ist. Eine Minute nach unserem „Amen“ kam der Mann völlig verändert auf uns zu. Er war wie verwandelt – ganz ruhig. Er entschuldigte sich und ging. Die Mädchen waren sehr erstaunt über die Gebetserhörung. Einige Minuten nach dieser Begegnung kamen noch fünf andere, jüngere Mädchen. Sie waren „leider“ verspätet. Ich bin froh, dass sie nicht früher kamen, da ich nicht weiß, wie sie mit der Situation umgegangen wären.“


Iranisch Kochen und Bibellesen

18.04.2008

Während eines Global Challenge-Kurzzeiteinsatzes in England traf ein OM-Mitarbeiter zwei iranische Männer, die Interesse daran hatten, etwas über die Bibel zu lernen. Er berichtet: „Wir verabredeten uns für den nächsten Tag auf einen Tee. Bei diesem Treffen erzählte ich ihnen von der Bibel und schenkte ihnen eine in Farsi. Da ich kurz darauf in den Heimataufenthalt ging, konnten wir uns nicht treffen. Wir blieben aber in Kontakt und ich beantwortete ihre Fragen, die sie beim Bibellesen hatten. Als ich wieder zurück in England war, traf ich mich mit ihnen. Bei einer Tasse Tee fingen wir an gemeinsam die Bibel zu lesen. Die beiden Iraner waren mir sympathisch und so lud ich sie zu mir nach Hause ein. Mindestens einmal die Woche wollten sie sich mit mir treffen. Sie kochten iranische Gerichte und brachten mir bei, wie man sie zubereitet. So kochten und aßen wir gemeinsam und studierten anschließend die Bibel. Fünf Wochen später lud ich einen iranischen Christen ein, mit zu unseren Treffen zu kommen. Während des Essens erzählte er, wie er Christ geworden ist und er fragte die beiden Männer, was sie bisher in den Bibelstudien gelernt hatten. Sie meinten, dass sie alles glauben und Jesus nachfolgen wollen. Er forderte sie heraus, die Entscheidung für Christus an diesem Abend zu treffen. Nach unserem Bibelstudium betete er mit ihnen in Farsi und die beiden Männer trafen eine Entscheidung für Jesus.“


Ein Schiffsbesuch verändert Leben

09.04.2008

1981 ging ein Junge, der auf den Straßen von Mumbai in Indien lebte, auf das erste OM-Schiff, die Logos. Dominic B. kam aus einem sehr armen Hintergrund und stahl regelmäßig, um zu trinken und Glücksspiele zu spielen. Obwohl niemand an Bord mit dem Kind über Jesus sprach, sah es die Liebe Jesu in den Gesichtern und in allem, was die Schiffsbesatzung tat. Der Junge wusste, dass sie arbeiteten, ohne einen Lohn zu bekommen, während er seit seinem neunten Lebensjahr stahl, um zu trinken, zu rauchen und zu spielen. So betete er an diesem Tag auf dem Schiff: „Jesus, wenn es dich gibt, will ich auch auf diesem Schiff arbeiten. Kannst du mir helfen?“ Von diesem Tag an fing Dominic B. an, anderen Alkoholikern und Drogenabhängigen von Jesus zu erzählen. Mit Gottes Hilfe wurde Dominic schließlich Schiffsingenieur. Auch wenn er selten Geld hatte, versorgte Gott ihn mit allem, was er brauchte. Heute ist sein Traum wahr geworden und er arbeitet auf der Doulos als leitender Ingenieur. Jetzt erzählt er, das ehemalige Straßenkind, wann immer er kann, wie Jesus sein Leben verändert hat. Und manchmal kann er dabei sogar Kinder und Erwachsene zu Gott bringen.


Veränderung wird sichtbar

28.03.2008

Sveta lag vor ihrem Haus in einer Gasse, voller Blutergüsse, blutend und schmutzig. Eine Mitarbeiterin in dem zentralasiatischen Land betete mit ihr und versprach ihr, am nächsten Morgen mit Hilfe zurückzukommen. Sie fanden Sveta auf einem Eimer sitzend vor. Ihre verfilzten Haare umrahmten ihr verprügeltes Gesicht. Eine ältere Nachbarin saß neben ihr und sagte, mit Tränen in den Augen: „Ich bin so glücklich, dass ihr zurückgekommen seid. Sveta gibt jeden Cent, den sie hat, für Alkohol aus. Wir machen uns alle Sorgen um sie, aber wir wissen nicht, was wir tun sollen. Könnt ihr irgendetwas machen, um ihr zu helfen?” Sveta stimmte zu, mit zu einem christlichen Rehabilitations-Zentrum zu kommen, das nur eine Stunde von ihrer Heimat entfernt liegt. Der Direktor des Zentrums erklärte ihr behutsam das Programm und fragte sie dann: „Möchtest du wirklich dein Leben verändern?” Sveta nickte und antwortete: „Ja, ich will eine Veränderung!” Einige Tage später kam die Mitarbeiterin wieder in das Zentrum, um die Kosten für Svetas Aufenthalt zu zahlen. „Als ich Sveta sah, konnte ich es kaum glauben”, berichtete sie. „Man konnte richtig sehen, was für eine Veränderung in ihr vorgegangen war. Ihre Haare waren sauber und die Verletzungen in ihrem Gesicht fingen an zu verheilen. Doch am Schönsten war ihr offenes Lächeln, als ich hereinkam.“ Sveta fing an zu erzählen: „Alles hier ist so friedlich. Heute habe ich etwas in der Bibel gelesen und dann im Garten gearbeitet.“ Die nächsten beiden Monate besuchte die Mitarbeiterin Sveta regelmäßig. Sveta gab in dieser Zeit ihr Leben Jesus und so veränderte sich ihr Leben mehr und mehr.


Meinen letzten Kaffee habe ich Euch gekocht

15.03.2008

Aus einem Bericht über das Feuerholzprojekt in Bosnien: „Wir brachten das Lebensmittelpaket zu einer Frau. Schon im letzten Jahr besuchten wir sie, gaben ihr einige Bücher und beteten für sie, so wie wir es in 80 weiteren Familien getan hatten. Dann hatten wir sie das ganze Jahr nicht gesehen. Doch jetzt kamen wir wieder mit einem Lebensmittelpaket. Und sobald wir uns setzten, sagte sie: ‚Seitdem ihr für mich im letzten Jahr gebetet habt, musste ich nicht mehr zum Arzt gehen! Zuvor musste ich ständig zum Arzt gehen! Dann habe ich angefangen, das Buch zu lesen, das ihr mir gegeben habt und es half mir, aus meinen Depressionen zu kommen. So sehr, dass mein Sohn mich am nächsten Morgen anschaute und fragte, warum ich so anders sei.’ Wir fragten, um welches Buch es sich handelte und es war das Neue Testament. Am Ende des Besuchs gab die Frau ihr Leben Jesus! Als wir sie das nächste Mal sahen, sagte sie: ‚Als ihr das letzte Mal da wart, hatte ich gerade noch soviel Kaffee für diesen einen Besuch, eine Handvoll Mehl und ein bisschen Öl. Ich hatte kein Geld und wusste nicht, wie ich an Lebensmittel kommen sollte. Meinen letzten Kaffee habe ich Euch gekocht. Aber nachdem ihr gegangen seid, habe ich mir das Lebensmittelpaket angeschaut, das ihr mir gegeben habt. Da waren Kaffee, Mehl, Öl und andere Dinge drin! Ich war Gott so dankbar, dass ich die ganze Nacht vor Freude geweint habe!’“


Plötzlich waren die Schmerzen weg

07.03.2008

„Unsere Hausbesuche waren ein großer Erfolg“, berichtet Max v. K. von einem Einsatz in Botswana. „Die Menschen sind sehr offen und wir redeten mit ihnen über vieles, auch über den christlichen Glauben. Sie waren sehr interessiert davon zu hören, dass es jemanden gibt, der sie liebt und sich um sie sorgt. Wir besuchten beispielsweise einen alten Mann, der seit langer Zeit nicht mehr richtig laufen konnte. Ein Stock diente ihm als Stütze, er hatte aber trotzdem starke Schmerzen. Wir sprachen lange mit ihm, erzählten ihm von Gott und beteten am Ende mit ihm. Beim Verabschieden luden wir ihn für den Gottesdienst am Abend in der Dorfhalle ein. Er meinte aber, dass es für ihn zu schmerzhaft sei dorthin zu laufen.
Als wir am Abend für den Gottesdienst in die Dorfhalle kamen, um unser Programm mit Musik und Anspielen zu machen, war ich überrascht, den alten Mann in der ersten Reihe sitzen zu sehen. Am Ende des Gottesdienstes kam er freudestrahlend auf uns zu und erzählte, dass er, nachdem wir sein Haus verlassen hatten, plötzlich keine Schmerzen mehr hatte. Ich habe mich so für diesen Mann gefreut. Es ist großartig, wie Gott wirkt.“


Sind die Flitterwochen der algerischen Kirche nun vorbei?

25.02.2008

Die bisherige Freiheit, die die christliche Gemeinde in Algerien hatte, kommt zu einem Ende. Durch massiven Druck der Regierung und weiteren Anfeindungen in den Medien stehen die algerischen Christen vor einer großen Herausforderung. Einzelne islamische Gruppierungen wollen verhindern, dass Algerier sich zum Christentum bekennen. Es wird sogar Druck auf die Regierung ausgeübt, um ein neues Gesetz zu erlassen, das Evangelisation verbieten soll. In den Medien wird ebenfalls gegen das Christentum berichtet, fast täglich beinhalten die Hauptschlagzeilen dieses Thema. Weiter gab es Anschuldigungen, Anklagen und Gewalt gegen einzelne Christen. So wurde ein Pastor mit einem Mitarbeiter beschuldigt, in der Schule, in der sie arbeiten, zu evangelisieren. Als Beweis wurde ein Video aus der Kinderarbeit ihrer Gemeinde gezeigt, in dem Kinder, die auch diese Schule besuchen, christliche Lieder singen. Beide Männer verloren daraufhin ihre Arbeit und die Gemeinde wurde geschlossen. Bei einer anderen Gemeinde wurde ein Bombenanschlag von der Polizei vereitelt, die Gemeinde musste aber trotzdem schließen.
Bitte beten Sie für die Christen in Algerien. Beten Sie für Bewahrung und dass ihr Glaube stark bleibt.


Große Offenheit für den wahren Weg

06.02.2008

Aus einem Einsatz-Bericht von England: „Ich stand an unserem Büchertisch, als ein Afghane namens William zu uns kam. Nachdem er sich eine Weile am Büchertisch aufgehalten hatte, kaufte er jedes Buch, das wir in Farsi, seiner Muttersprache hatten. Ich sprach mit ihm über die Frohe Botschaft und über Gottes Liebe und Gnade. Er meinte, dass dies der wahre Weg sei und er diesen auch einschlagen wolle. Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte, da ich nie zuvor eine solche Reaktion erlebt hatte. Die kommenden Monate trafen wir uns immer wieder, tranken Tee und lasen in der Bibel. William betonte weiterhin, dass er ein wahrer Nachfolger Jesus’ werden wolle. Ich nahm einen Teamkollegen mit, der ebenfalls Farsi spricht und so mit William in seiner Muttersprache reden konnte. Wir trafen uns zu dritt und ich konnte sehen, wie offen William zuhörte. Am Ende des Gesprächs kamen ihm die Tränen und er sagte, er wolle Jesus in sein Leben aufnehmen. Wir gaben ihm noch etwas Bedenkzeit, damit er im Neuen Testament lesen konnte. Am Ende der Woche trafen wir uns wieder und William nahm Jesus in sein Leben auf!“


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