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Eindrücke von der Kieler Wocher

  Eindrücke von der Kieler Woche

Wir standen in kleine Grüppchen im Abstand von etwa hundert Metern in der Fußgängerzone in Kiel. Menschen strömten auf und ab und unsere leuchtend blauen T-Shirts mit dem Aufdruck „Gott tut’s“ erregten die Aufmerksamkeit der bummelnden, Unterhaltung suchenden Menschen. Jede Gruppe hatte ein oder mehrere Plakate mit zum Nachdenken anregenden und manchmal auch provozierenden Sätzen. Auf meinem Plakat stand: „Wer oder was ist Golgatha?“ und dann gab es drei Wahlmöglichkeiten: 1. Zahnpasta, 2. Ort der Kreuzigung Christi oder 3. Schwedisch für Torschütze.
Viele Leute blieben Stirn runzelnd stehen und dachten nach. Eine ältere Dame konnte es nicht glauben, dass ich die Frage ernst meinte, bis eine Gruppe von Passanten kam und miteinander laut diskutierten, ob Golgatha nun schwedisch ist oder eine Zahnpasta. Immer wieder ergab sich die Gelegenheit, Leuten das Buch anzubieten, das ihnen richtige Antwort gibt: ein Neues Testament.
Michel


Wir hatten ein Schild dabei, auf dem stand: Ich glaube, was mein rechter Nachbar glaubt. Ich stand auf der linken Seite der Person mit dem Schild und war somit nicht der rechte Nachbar. Allein das brachte mich ins Gespräch mit einigen jungen Leuten.
Einige junge Männer kamen mit mir ins Gespräch. Sie vertraten die Ansicht, dass Christsein bedeutet, dass alle das gleiche denken, nämlich das was ein Buch sagt und das dann befolgen. Unsere Aufgabe war, einfach nur zu zuhören. Gott segne sie.
Daniel


Thomas konnte sich nicht vorstellen, dass Gott tatsächlich etwas tut, wenn jemand betet. Somit erzählte ich ihm, wie ER in meinem Leben gewirkt hat.
Dann erzählte er mir seine Geschichte – eine traurige Geschichte über Krankheit, Arbeitslosigkeit und öffentliche Demütigung. Die meiste Zeit habe ich einfach zugehört und dafür war er so dankbar.
Am Ende unseres Gesprächs gab ich ihm eine Bibel, die er gerne nahm und versprach, für ihn zu beten. Ich glaube, er hatte Tränen in den Augen.
Kristin


Eines Tages stand ich in der Gruppe derer, die Schilder trugen: „Ich glaube, was mein rechter Nachbar glaubt.“ Ein Punk kam auf mich zu und hatte die Schilder politisch gedeutet und meinte: „Ich bin nicht rechts“. Ich fragte ihn, wo er denn stehen würde. Er meinte er ist ultralinks. So bot ich ihm an, mit uns die die Reihe zu stehen auf der ganz linken Seite. Er lachte und fragte, was er denn dafür bekommen würde. Ich bot ihm eine der Volxbibeln (Übertragung der Bibel in Jugendsprache) an, wenn er mir im Gegenzug etwas geben würde, was ihm die Bibel wert ist. Er fing an, in seinen Taschen zu kramen und brachte schließlich zwei Flyer hervor: „Gegen rechts“ mit einer Faust, die ein Hakenkreuz durchschlägt. Jetzt war ich dran mit Lachen und wir tauschten unsere „Schätze“. Zum abschied meinte er: „Cool, Mann. Die les ich, ey, versprochen, die les ich!“ und zog fröhlich mit seiner Volxbibel ab.
Michel


Nachdem ich mit meiner Familie einige Jahre in der Türkei gelebt habe war eine Situation wie diese eigentlich nicht neu für mich: man bekommt Problem mit den Behörden, wenn man das Evangelium weitergibt. Aber ich war doch recht überrascht, als eine Dame in Uniform mich in Kiel ansprach und mir befahl: „Wir wollen das nicht, was sie hier tun. Bitte räumen Sie den Platz.“ Ich fragte, was das Problem wäre, da auch andere Leute alle möglichen Kleinkunstaktivitäten zur Schau stellten. Aber sie bestand darauf, dass unsere Schilder nicht in diese Kategorie fallen würden und wir deshalb eine Genehmigung bräuchten. Ich wollte keine Diskussion vom Zaun brechen, doch als sie meinte, dass wir irgendeine Sekte repräsentieren, versuchte ich richtig zu stellen, dass wir mit der Evangelischen Kirche zusammenarbeiten. Sie lehnte jedoch jegliches weitere Gespräch ab und wir mussten einpacken, um nicht in einen Streit verwickelt zu werden. Ich war doch über diesen scharfen Gegenwind in einem Land wie Deutschland sehr überrascht.
Michel


Dies war mein erster Einsatz mit OM. Ich lernte viel von den Schulungen und Seminaren. Wir arbeiteten auch mit dem Team des Missionskutters „Elida“ zusammen, um dort auch mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Obwohl ich nun schon über sechzig bin, konnte ich die laute, aber anziehende Musik geniessen, denn um Aufmerksamkeit zu erregen musste es so sein.
Lydia


Am Mittwoch lud ich die Leute ein, mit mir eine Meinungsumfrage zu machen, wie sie Kiel und die Kieler Woche finden. Die letzte Frage war, ob sie glauben, was auf unserem T-Shirt stand: „Gott tut’s“. Ein junger Mann bekannte, dass er nicht an Gott glaubt. Nachdem wir über die Schöpfung gesprochen haben, meinte er, wie Gott Kriege und Katastrophen zulassen könnte. Er akzeptierte schließlich aber doch, dass der Mensch selbst die Entscheidungsfreiheit hat. Er meinte, dass ich wahrscheinlich glauben würde, dass er in die Hölle geht, weil er raucht und trinkt, aber er glaubt, dass nach dem Tod alles aus ist. Er erzählte mir von seinem Traum, American Football zu spielen. Ich konnte ihm klarmachen, dass diese Fähigkeit auch eine Gabe von Gott ist, aber auch, dass es schwierig ist, einem Gott zu vertrauen, den man nicht kennt. Am Schluss bot ich ihm eine Bibel in der heutigen Sprache an und wir tauschten Bibel gegen Busticket. Jetzt hat er eine Bibel und einen Weg zu Gott.
Später kamen fünf Teenager zweimal zu uns und sprachen mit einem deutschsprachigen Einsatzteilnehmer. Sie tauschten fünf Bibeln ein.
Diane


Drei Geschichten zu den Schildern “Ich glaube, was mein rechter Nachbar glaubt”

Ein Mann kam auf mich zu und sagte: Ich glaube an die Mitte, das Zentrum aller Dinge“
„Was ist das Zentrum für Sie?“
„Das Universum, die Liebe…“
„Ja, die Liebe hat auch einen Namen“
„Sie wollen doch nicht etwa Jesus Christus sagen?“
„Er hat aus Liebe sein Leben gegeben. Denken Sie mal drüber nach.“

„Ich verstehe das nicht“, sagte ein älterer Herr, „was soll das bedeuten?“
„Was glauben Sie denn?“
„Gar nichts. Ich finde es furchtbar, dass ich überhaupt geboren bin. Das Leben ist sinnlos, wenn man sich die Welt mit all den Kriegen ansieht. Aber die paar Tage, die ich noch lebe, werde ich noch durchhalten.“
„Vielleicht schenkt Gott Ihnen noch mehr Zeit.“
„Gott? Ich glaube nicht an Gott – Aber schön für Sie, er gibt Ihnen Frieden und Freude.“
„Woher wissen Sie das?“
„Das sieht man Ihnen an.“
„Danke. Ich wünsche Ihnen, dass Sie das auch finden, wenn Sie ernsthaft suchen, wenden Sie die Wahrheit finden.“

Vor mir hält eine Gruppe jüngerer Leute an. „Versteht ihr das, was gemeint ist?“
„Nö, was soll das?“
„Ja, was glaubst du?“
„Wer seid ihr überhaupt? Ne Sekte?“
„Wir arbeiten mit der Evangelischen Allianz Kiel zusammen“
„Oh“, sagt einer, „ich bin katholisch. Da müsste ich euch laut meinem Chef auf den Scheiterhaufen tun. Hat nicht Jesus gesagt: ich bringe euch nicht Frieden, sondern Kampf?“
„Na ja, das hat Jesus etwas anders gemeint. Aber ich habe ein Neues Testament, da kann man das nachlesen und Jesus kennen lernen. Habt ihr Interesse?“ Ein Mädchen tausche das NT gegen einen Flaschen-Verschluss und versprach, in dem Buch zu lesen.
Susanne

Nach einem Gebetsspaziergang kam unsere Einsatzgruppe mit drei jungen Leuten ins Gespräch. Sie hatten unsere T-Shirts bemerkt. Jetzt wollte vor allem die junge Frau uns überzeugen, dass Sie sehr zufrieden ist mit dem, wie sie lebt. Sie macht gern Party und ich habe gebetet, dass Gott an ihr arbeitet und der Heilige Geist sie berührt. 1.5 Stunden haben wir miteinander geredet.
Jonathan

Ein Herr ging an uns vorbei und sagte nur: „Blaue T-Shirts? Kein Interessse.“

Unsere Gruppe bekam einiges im Tausch für die Volxbibel: 1 Luftpumpe und 1 Kugelschreiber, einen Topf mit Kakteen. 90% der Leute waren freundlich und Gott war es auch, denn die Sonne schien vom blauen Himmel – ein Segensgruss.
Iris

Ich freue mich besonders über Sabine, die einen Platz zum Schlafen für mich hatte, aber nicht nur das. Sie behandelte mich königlich und verbrachte Zeit mit mir im Gespräch, beim Essen und beim Sightseeing in Kiel.
Susan

Als meine Gruppe und ich einen Nachmittag mit den Schildern „Ich glaube, was mein rechter Nachbar glaubt“ auf der Strasse standen, merkte ein Mann an, an meiner rechten Seite stünde ja niemand. Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass er sich das von meiner Seite her gesehen vorstellen müsste, was von ihm aus links ist, ist von mir aus gesehen rechts.
Er stellte sich also an meine freie Seite und erzählte mir von einem harten Leben. Er sagte, er sei Christ und wolle als Christ leben, sei aber noch auf der Suche nach Gemeinschaft. So konnte ich ihm einen „Gott Tut’s“ Flyer geben, auf dem die Adressen verschiedener Kieler Gemeinden stehen. Ich bete für ihn.
Susan

Bei einer anderen Gelegenheit kam ich ins Gespräch mit einer Frau, die einigermaßen Englisch sprach. Sie fragte mich nach meiner Hoffnung, und ich konnte sie auf Jesus Christus hinweisen. Dann erzählte sie, dass ihre Ärzte ihr nicht mehr lange zu leben gegeben hatten. Ich nahm sie in den Arm und versprach, für sie zu beten.
Susan


Normalerweise bin ich bei irgendwelchen Aktivitäten und Aktionen immer in vorderster Reihe dabei, habe meistens einen Aufgabenbereich zu verantworten.
Und obwohl ich mindestens 10 gute Gespräche während unserer „Gott Tut’s“ Aktion hatte, wurde ich am meisten gesegnet, als ich in der zweiten Reihe stand.
Es war der letzte Tag und ich stand in einiger Entfernung zu unserer Gruppe mit einem Schirm. Weil es aber nicht regnete, konnte ich niemanden eskortieren und so betete ich für die anderen mit den Schildern. Es war so, als sei jedes Mal, wenn ich wieder neu hinsah, ein neues Gespräch im Gange. Es hat mich so ermutigt zu sehen, wie mein Gebet Wirkung zeigt, dass ich eine große Freude dazu bekam. Ich habe es regelrecht genossen, in der „zweiten Reihe“ zu stehen, beten und innerlich Loblieder singen zu können und dabei zuzusehen, was Gott tut.
Aubrie

Ich stand mit Josh und Lydia an der Strasse, als ein Mann zu uns kam und lange mit mir sprach. Er hatte ein sehr verzerrtes Bild von Christen, da sein Bruder ihm ein sehr gesetzliches Christentum vorlebt. Es war schwierig, ihm zu sagen, dass es auch eine persönliche Beziehung zu Jesus geben kann. Gegen Ende der Unterhaltung konnte ich von mir berichten, der Mann hörte mir ruhig und gespannt zu. Er meinte: „Ich kann in deinen Augen deine Begeisterung sehen für das, was du erlebt hast.“
Bennet

Josh (in der Mülltonne), Hilke und ich standen an der Kiellinie und kamen ins Gespräch mit einem 13-15 Jahre alten Jungen (Pastorensohn). Er war sehr am Überlegen, was er von Gott halten sollte. Als wir eine Volxbibel mit ihm tauschen wollten, hatte er nichts, was er uns anbieten konnte. Er nahm einen Sten vom Boden und sagte:“ Mit diesem Stein gebe ich dir meine Schuld“.
WOW!
Bennet

Als Dave und ich mit einer Plakat unterwegs waren, sprach ein Mann mit uns und sagte, er habe Probleme mit dem Glauben. Dann, als wir uns schon eine Weile unterhielten, änderte er die Aussage in „.. Probleme mit meinem Glauben“. Er erzählte einiges aus seinem Leben und als wir zum Ende kamen fragten Dave und ich, ob wir für ihn beten dürften. Wir nahmen ihn in unsere Mitte und beteten gleich dort für ihn. Mit Tränen in den Augen umarmte er uns beide. Dave und ich dankten Gott für diese Begegnung und baten ihn, ganz nah bei Hartmut zu sein.
Michel erzählte uns später, dass Hartmut noch eine Bibel bei ihm bekommen hatte.
Bennet

Hartmut kam kurze Zeit später bei mir an und wir kamen ins Gespräch. Er gestand mir, dass er sich das Leben nehmen möchte und ich hörte ihm eine gute halbe Stunde nur zu. Sein Geschichte bewegte mich sehr und ich gestand ihm, dass ich keine einfache Antwort auf seine Probleme hätte, aber ihm anbieten könnte, mit ihm zu dem zu sprechen, der mir selber immer viel geholfen hat. Er sagte: „Du meinst Gott?“ ich bejahte und er sagte, dass gott ihm schon früher oft in depressiven Phasen sehr geholfen hat. Ich betete für ihn und er weinte und drückte mich so, als ob er mich nie wieder los lassen wollte.
Michel

Ich traf ein 16-jähriges Mädchen während der Umfrage. Nachdem wir ca 25 Minuten miteinader gesprochen hatten, wollte sie Vergebung für ihre Sünden. Sie sprach mit mir ein Vergebungs-Gebet und akzeptierte Jesus in ihrem Leben – gerade da auf der Strasse. Ich gab ihr eine Bibel und betete für sie. Das war wirklich ein Erlebnis.
Jim

Wieder war ich mit der Umfrage unterwegs, durch die ich ins Gespräch mit einem Herrn kam. Er erzählte viel, z.B. dass er sich eine Seebestattung in der Ostsee wünscht, oder auch, dass er daran glaubt, dass sein verstorbener Hund in ihm weiterlebt. Er hatte noch mehr merkwürdige Überzeugungen, aber am Ende seiner Erzählungen konnte ich ihm eine Bibel geben. Ich hoffe, dass ich ihm das Wort Gottes bringen konnte. Er hat einen christlichen Freund, der ihn hoffentlich auch weiter beeinflussen kann.
Jim

Während ich unterwegs war, drehte sich der Mann vor mir um und berührte aus Versehen meine Hand mit seiner brennenden Zigarette. Er entschuldigte sich und fragte dann nach dem Schild, mit dem ich da unterwegs war. Weil er nur Englisch sprach, übernahm Hilke und hatte die Gelegenheit, einige Wahrheiten auszusprechen.
Jim

Die Umfrage lief schlecht an einem Tag. Alle waren kurz angebunden und niemand bereit, sich zu öffnen. Als ich darüber mit Gott sprach, hatte ich den Impuls, einen anderen Ort aufzusuchen. Als ich mich wieder hinstellte, war ich wirklich in der Lage, über das Evangelium zu sprechen.
Jim

Am Dienstagabend waren wir mit unserem Anspiel auf der Elida. Als ich nachher rausschaute, sah ich einen vollen Regenbogen mit der Sonne in der Mitte. Es hatte gerade nicht geregnet, da waren nur Wolken und die Sonne. Es kam mir so vor, als lächle Gott uns zu. Ich glaube, er war erfreut und wollte uns seine Liebe und Wertschätzung ausdrücken.
Jim

Eine Dame, mit der ich ins Gespräch kam, hatte Jesus noch nicht als ihren persönlichen Herrn akzeptiert, hatte mehr so einen allgemeinen Glauben an Gott. Obwohl sie meiner Meinung nach kurz davor war, Jesus als Erlöser anzunehmen, betete sie nicht mit mir, nahm aber eine Bibel, für die ich das Bild ihrer kleinen Schwester bekam. Ich gab ihr daraufhin ein Bild von meinen Töchtern. Das berührte sie, sie hielt das Foto an ihr Herz. Ich hoffe, sie konnte Gottes Liebe durch mich sehen.
Jim

Yorba Rai und zwei andere Nepalesen arbeiteten an einem nepalesischen Imbiss. Stell dir ihr Erstaunen vor, als ich mit ihnen Nepali sprach. Ich sprach über Jesus und einer der Männer erzählte, dass seine Frau und zwei Kinder Christen seien. Sie leben in der Nähe einer Kirche in Kathmandu und es stellte sich heraus, dass es genau die Gemeinde ist, in die ich mit meiner Familie 12 Jahre lang ging!
Dave

Ein arbeitsloser Russe erzählte mir lange seine Lebensgeschichte und dass er als arbeitsloser Dolmetscher gerade sehr traurig sei. Er sagte zum Schluss, dass er an Jesus glaubt und ihm vertraut.
Jonathan

Mit einer jungen Mutter hatte ich ein langes Gespräch. Sie argumentierte auf eher theoretischer Basis. Jesus war für sie eher einer von vielen religiösen Führern. Sie sagte aber, sie wolle in der Bibel lesen.
Jonathan

Ich schnappte die sichtlich verärgerte Reaktion eines Mannes auf unsere Aktionen auf und sprach ihn an. Ich ging eine kurze Weile mit ihm, jedoch ließ er mich nicht zu Wort kommen. Er schimpfte sehr lautstark über unsere Position und stritt Gottes Existenz ab. Dennoch nahm er eine Broschüre an.
Jonathan

Mit einem freien Journalisten sprach ich sehr ausführlich. Er erzählte, dass er vor einigen Jahren vom Glauben abgefallen und aus der Kirche ausgetreten sei, da ein Pastor Spendengelder veruntreute. Nun lebt er bewusst für die Gesellschaft und begrüßt Christen, die das auch tun. Wir machten beide unsere Position deutlich und ich bat ihm schließlich an, für ihn zu beten. Das war der Punkt, an der „die Sonne meine Augen so sehr reizt, dass sie tränen“. Er verpasste sogar einen geschäftlichen Termin, um das Gespräch nicht zu unterbrechen.
Jonathan

Ein junger Muslim sprach sehr lange mit Klaus. Ich übernahm das Gespräch und dieser Mann versuchte ich auf vielen Argumentationsebenen vom Islam zu überzeugen. Ich machte ihm klar, was mich so an meinem Glauben und meiner Beziehung zu Jesus begeistert. Das Gespräch war sehr freundschaftlich. Als ich merkte, dass wir beide genügend von unserem jeweiligen Glauben erzählt hatten, wollte ich seinen Namen wissen, um für ihn beten zu können. Wenn dieser sich schreibt, wie man ihn spricht, heißt er „Sidi“. Auch ich gab ihm meinen Namen. Ich bat ihn mir zu versprechen zu Gott zu beten und Gott nach Antworten zu fragen, falls ich mit dieser ganzen „Jesus-ist-Gottes-Sohn“ Geschichte Recht hätte. Ebenso musste ich ihm versprechen, dass ich Gott um die Erkenntnis der Wahrheit bitten würde.
Jonathan