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Menschen in Not

Schulen für die Dalits in Indien

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Seit über 3000 Jahren werden die Dalits in Indien unterdrückt. Es gibt vier verschieden Kasten, die die Grundlage für die soziale Stellung sind. Ca. 15 % der Bevölkerung gehören zu den angesehenen Kasten, ca. 40% zu der niederen Kaste und die restlichen ca. 45 % zu keiner Kaste. Diese Kastenlosen nennen sich Dalits. Ihnen wird gelehrt, dass sie im vergangenen Leben so schreckliche Dinge getan hätten, dass der hinduistische Gott Brahma sie nicht lieben kann und sie geboren sind, um den anderen zu dienen. Viele bürgerliche Rechte und der Zugang zum Tempel wird ihnen verwehrt. Sie sind eine Völkergruppe, die in Indien verachtet und ausgestoßen ist.
In den Slums indischer Großstädte leben Kinder unter schwierigsten Umständen. In aller Regel ist es ihnen nicht möglich eine Schule zu besuchen, weil ihre Familien das Geld dafür nicht aufbringen können. Aus diesem Grund betreibt OM dort mehrere Schulen und Bildungsprogramme – besonders für Angehörige der Dalits. Die Mitarbeiter versorgen diese Kinder nicht nur mit Bildung, sondern auch mit Nahrung.

2001 baten die politischen Leiter der Dalits OM Indien um Hilfe, die Kinder zu unterrichten.
Der AICC (All Indian Christian Council) plant 1000 Schulen zu errichten. Ermutigende Anfänge sind gemacht. Beispielhaft dafür sind kleine Schulprojekte in den Slums, z.T. mit ausländischen Mitteln errichtet. Hier werden die Kinder erfolgreich auf Grundschulebene unterrichtet. Einfache, aber solide gebaute Schulen sollen in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden auf zu diesem Zweck gekauften Grundstücken entstehen.

Aber nicht nur in den Slums sind Schulen nötig. In den dörflichen Gegenden baut OM Indien zentral gelegene Schulen, die von möglichst vielen Dörfern aus erreichbar sind. Bei weit verstreuten Ansiedlungen ist ein Transport der Kinder in einem Schulbus nötig. Manchmal legen Kinder zum Teil 15 Kilometer Fußmarsch zurück, um zur Schule zu gelangen.

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In einer Schule werden von 50 bis zu 300 Schülern in verschiedenen Klassen unterrichtet. Es sind überwiegend Kinder im Grundschulalter. Aber es werden auch Kurse für die älteren Kinder bzw. Jugendlichen angeboten. Sie werden in handwerklichen und technischen Bereichen ausgebildet und können einen Führerschein machen.
Zunächst aber werden sie in den Grundbegriffen der Hygiene unterrichtet. Sie erhalten täglich eine warme Mahlzeit, damit wird den Eltern ermöglicht, sie aus dem Tagelöhner¬verhältnis freizustellen und sie regelmäßig zur Schule zu schicken.
Die Kinder und Jugendlichen sollen eine gute Ausbildung bekommen, damit sie später eine Arbeit finden und ihre Familie ernähren können.
Je nach Größe der Schule sind ein bis vier qualifizierte Lehrer/innen tätig. Neben denen sind noch weitere sechs Personen an jeder Schule. Das sind die sogenannten "Evangelisations-Teams". Unter der Woche machen sie verschiedene evangelistische Veranstaltungen, zeigen den Jesus-Film und verteilen Traktate und Einladungen zu Veranstaltungen, die sie am Wochenende in den Räumlichkeiten der Schule durchführen. Das Ziel ist in jeder Schule einen Lobpreisgottesdienst zu gründen und so viele Inder wie möglich zu erreichen. Sie sollen erfahren, dass sie in Jesus wahre Freiheit, Hoffnung und Liebe finden können.

Mittlerweile konnten über 64 Dalit-Education-Centre (Dalit-Schulen) errichtet werden. Noch weitere sollen folgen.

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