Leben verändern – Gesellschaft gestalten

Videos von OM Deutschland


  • Kurzeinsatz in Birmingham

    15.01.2016

    Kurzeinsatz in Birmingham

    Über Silvester fand Joy to the city, ein zehntägiger Kurzeinsatz mit verschiedenen evangelistischen Einsätze in Birmingham statt. Für uns sieben FSJler und die 35 anderen Teilnehmer war es rückblickend eine sehr intensive und herausfordernde Zeit.
    Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging die Reise nach England los. Die Zentrale von OM Lifehope liegt im Industriegebiet von Birmingham, der zweitgrößten Stadt Englands. Am ersten Abend hatten wir die Gelegenheit, die anderen Teilnehmer kennenzulernen. Neben weiteren Deutschen kamen viele von ihnen aus asiatischen Ländern, wie etwa Südkorea, Taiwan oder Malaysia.
    Unser erster Einsatz fand in der Innenstadt von Birmingham statt. Zu zweit gingen wir auf Leute zu und stellten ihnen die Frage, was sie sich von Gott wünschen würden, wenn sie einen Wunsch frei hätten. Anschließend beteten wir dafür; das war ziemlich herausfordernd und konnte auch frustrierend sein, aber zumindest haben wir die Leute (hoffentlich) zum Nachdenken angeregt. Teilweise entstanden echt gute Gespräche und ein Mann gab danach sogar sein Leben Jesus. Das hat uns echt gefreut und uns gezeigt, wie Gott in uns wirkt. Die nächsten Tage fanden weitere Einsätze an verschiedenen Orten gleichzeitig statt. Sei es ein Einsatz in der Innenstadt mit Lobpreis, Anspiel, Luftballontiereknoten und Kinderschminken oder Kinderbetreuung oder das Verteilen von Flyern – jeder konnte sich mit seinen jeweiligen Gaben einbringen.
    Neben den Einsätzen hatten wir vormittags eine Lobpreiszeit und verschiedene Andachten und Lehreinheiten, die wir nachmittags teilweise in die Praxis umsetzen konnten. Wir besuchten auch eine Moschee, um den Islam besser verstehen zu können. An unserem freien Tag haben wir FSJler einen Ausflug nach London gemacht, um uns die Stadt anzuschauen. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt! Allgemein hatten wir eine tolle Gemeinschaft und super viel Spaß!
    Mittlerweile sind wir wieder in Mosbach im Alltag angekommen, doch die Erinnerungen werden noch lange bleiben. Erinnerungen an Momente, in denen wir uns überwinden mussten und es letztendlich doch leichter ging als gedacht. Erinnerungen an die Gemeinschaft und neue Erlebnisse . Und Erinnerungen, die hoffentlich auch heute noch unsere Gegenwart prägen – Momente in denen wir ein Licht sein durften und in denen Gott groß wurde. 

    Sarah C. - FSJlerin 2015/2016

  • Zwischen Mutter- und Missionarsdasein – Teil 1

    13.10.2015

    Zwischen Mutter- und Missionarsdasein – Teil 1

    Über 60 Familien sind mit OM Deutschland im Einsatz. Oft steht der Ehemann und Vater im Dienst, doch wie sieht das Leben zwischen Mutter- und Missionarsdasein aus? Wir haben dazu fünf Frauen befragt. Leider mussten diese Interviews für die Global gekürzt werden, weswegen Sie hier nun den ersten von drei Teilen des inspirierenden und ungekürzten Interviews finden:

    Anne hat drei Kinder zwischen ein und sieben Jahren, lebte sieben Jahre in Südafrika und ist mit ihrer Familie seit eineinhalb Jahren wieder in Deutschland.
    Natja hat zwei Kinder, einen Jungen, neun Jahre und eine Tochter, sieben Jahre, lebt mit ihrer Familie seit 2007 in Montenegro.
    Lydia ist mit ihrer Familie seit 2006 in Zentralasien unterwegs, „zuerst mit zwei ganz kleinen Kindern (vier und zwei Jahre), und im Laufe der Jahre sind es dann vier Kinder geworden. Mittlerweile hat die Familie sogar Teenies."
    Christiane lebt mit ihrer Familie seit genau drei Jahren in Pretoria, Südafrika. Sie hat vier Kinder, wobei die älteste Tochter (18 Jahre alt) nun wieder zurück nach Deutschland gegangen ist. Somit leben vor Ort ‚nur' drei Kinder im Alter von ein, drei und 13 Jahren.
    Miriam und ihre Familie lebt seit 2003 in Nordengland und hat zwei Töchter, die beide im Teenageralter sind.

    Hast du neben dem Muttersein noch andere Aufgaben?
    Anne: Ich arbeite ein paar Stunden in der Woche für OM Europa von zu Hause aus am Laptop, außerdem coache/mentore ich noch zwei junge Frauen, die einen Jahreseinsatz mit OM machen. Bisher sind die Kinder noch zu klein, als dass ich eine geregelte Arbeit/Bürojob machen kann.

    Natja: Ich bin in unserem Team für Personal und Finanzen zuständig, außerdem bin ich Teil unseres deutschen Sprachcafés und arbeite mit Familien, die autistische Kinder haben.

    Lydia: Wie bei jeder anderen Mutter ist das natürlich nicht meine einzige Rolle. Ich bin ja auch Ehefrau, Teammitglied, Freundin bzw. Bekannte von deutschen/internationalen und einheimischen Frauen (interessante Mischung!). Ich bin aktiv im Gemeindebau vor Ort und nebenher, soweit die Zeit es erlaubt, auch Englischlehrerin in unserem Sprachinstitut.

    Christiane: Ich bin im Fahrdienst, Reinigungsservice, im Lieferdienst, im Kochdienst mit neuen Herausforderungen, wie ohne Kuhprodukte, Zucker und Weizen bis glutenfrei zu kochen und zu backen, und noch in so einigen anderen Diensten beschäftigt. Spaß beiseite, bei OM springe ich hier und da mit ein, wenn es zum Beispiel auf unserem Trainingsgelände das Einführungsseminar stattfindet. Das kann ich dann immer gut mit den Kindern „koppeln", denn sie lieben es, dort auf dem Gelände herumzutoben, und so kann ich dann die Mitarbeit auch genießen. Meine große Tochter bringt sich dann auch gerne in verschiedene Aufgaben mit ein.

    Miriam: Ich arbeite als Grafikerin in einem Team mit, das innerhalb von OM Schulungen für interkulturelle Teams anbietet, genannt TeamWorks. Dort helfe ich bei der Erstellung des Kursmaterials und des Materials für die zukünftigen Trainer mit. Meine Kollegen sind in den USA und in Holland. Außerdem habe ich seit einigen Jahren mein eigenes kleines Gewerbe, wo ich mit Dekorationsartikeln, Marmeladen, Chutneys u. v. m. vor allem in der Vorweihnachtszeit kreativ bin.


    Wie empfindest du den Spagat zwischen Missionarin- und Muttersein?
    Anne: Ich bin als Ehefrau auf das Missionsfeld gegangen, die Kinder kamen später dazu. Am Anfang war ich sehr beschäftigt und hatte meinen normalen Dienst. Nachdem unser erstes Kind kam, musste ich viel herunterfahren. Ich habe meine Grenzen erkannt und nicht mehr so viel gemacht. Aber es war auch ein Prozess, bis ich erkannt habe, dass die Kinder zur Zeit mein Missionsfeld sind. Und auch Hausfrau zu sein, damit mein Mann weiterhin gut seinen Dienst machen kann. Ich bin weiterhin Missionarin und nehmen zur Zeit die Unterstützerrolle ein und arbeite mehr im Hintergrund. Außerdem habe ich gelernt, wie ich durch meine Kinder Missionarin sein kann, indem ich Zeit im Kindergarten, mit Freundinnen und deren Müttern verbringe.

    Natja: Prioritäten sind eine große Herausforderung, denn wenn man mit Menschen zu tun hat, gibt es nicht immer einen Zeitplan, der im Vorfeld abgesteckt werden kann. Ich möchte meinen Kindern ein positives Bild vom Missionarsleben geben und ihnen zeigen, dass sie trotz meiner „geistlichen Berufung" über dem Dienst stehen. Das ist nicht immer einfach. Ich versuche mir bewusst Zeit zum Spielen zu nehmen und sie nicht zu zwingen an allen möglichen Terminen teilzunehmen, wie bei Gebetsabenden und Bibelarbeiten. Allerdings sind mein Muttersein und mein missionarischer Lebensstil nicht trennbar, deshalb versuche ich wohl auch gar nicht einen Spagat zu schaffen, sondern mich mit beiden Rollen linear und in gesunder Art und Weise weiterzuentwickeln.

    Lydia: Als „Missionarin" würde ich mich niemals bezeichnen, weil das in unserem Land ein sehr negativ besetzter Begriff ist. Ich bemühe mich aber darum, als authentische Jesus-Nachfolgerin zu leben und andere auch dazu einzuladen. Die nächsten Menschen, die mir Jesus dabei ans Herz gelegt hat, sind natürlich mein Mann und meine Kinder. Ich kann nicht für andere etwas sein, was ich nicht auch in meiner eigenen Familie glaubhaft bin. Ich denke, wenn man den Dienst und den Rest vom Leben total voneinander abtrennt, dann stimmt irgendetwas nicht und man wird auf lange Sicht gesehen krank. Ich möchte mich in allem, was ich tue, von Jesus leiten lassen. An manchen Tagen bin ich mehr zu Hause, weil ich den Eindruck habe, die Kinder brauchen mich. An anderen Tagen kümmert sich jemand anderes um unsere Kinder und bin ich mehr unterwegs und besuche einheimische Frauen. Viele kommen auch gerne zu uns in unser Haus – da fließt der Dienst an den eigenen Kindern und anderen Menschen dann zusammen. Die Kinder sind mit hineingenommen, weil wir als ganze Familie die, die zu uns kommen, aufnehmen und uns um sie kümmern. Gott hat uns unkomplizierte, kontaktfreudige Kinder anvertraut, das ist natürlich ein Vorteil, wenn man ein offenes Haus hat. Viele Kontakte ergeben sich auch erst über die Kinder. Ich bete aber auch um Weisheit, immer wieder die richtige Balance zu finden, dass die Kinder nicht nur ein Teil des Dienstes sind, sondern dass ich auch sensibel dafür bin und gerne und genügend Zeit nur mit ihnen verbringe, wenn sie das brauchen.

    Christiane: Den Spagat zwischen meinem Muttersein und dem missionarischen Dienst gibt es nicht. Denn bevor wir hier nach Afrika gekommen sind, hat mir Gott ganz klar gesagt, dass meine Familie im Vordergrund stehen soll und nicht die Aufgaben der Mission an sich. Insofern nehme ich hier nur Aufgaben an, die ich neben meiner Vollzeitbeschäftigung als Mutter ohne Spagat tätigen kann.

    Miriam: Ich denke, mir geht es da nicht anders als anderen Frauen, die berufstätig sind. Allerdings habe ich den Vorteil, da ich von zu Hause arbeite, flexibler zu sein als die meisten Mütter hier in Großbritannien (überwiegend sind beide Elternteile berufstätig, da ein Einkommen pro Haushalt meist nicht ausreicht), so bin ich zu Hause, wenn meine Mädchen um 15.40 Uhr aus der Schule kommen. Außerdem kann ich mich deswegen gut in die missionarischen Aktivitäten unserer Ortsgemeinde einbringen (unser OM-Team ist ein Büro-Team, das die Teams weltweit in verschiedenen Bereichen wie z. B. IT oder Personal unterstützt, aber keine eigenen missionarischen Projekte vor Ort hat).

  • Zwischen Mutter- und Missionarsdasein – Teil 2

    13.10.2015

    Zwischen Mutter- und Missionarsdasein – Teil 2

    Über 60 Familien sind mit OM Deutschland im Einsatz. Oft steht der Ehemann und Vater im Dienst, doch wie sieht das Leben zwischen Mutter- und Missionarsdasein aus? Wir haben dazu fünf Frauen befragt. Leider mussten diese Interviews für die Global gekürzt werden, weswegen Sie hier nun den zweiten von drei Teilen des inspirierenden und ungekürzten Interviews finden:

     

    Anne hat drei Kinder zwischen ein und sieben Jahren, lebte sieben Jahre in Südafrika und ist mit ihrer Familie seit eineinhalb Jahren wieder in Deutschland.

    Natja hat zwei Kinder, einen Jungen, neun Jahre und eine Tochter, sieben Jahre, lebt mit ihrer Familie seit 2007 in Montenegro.

    Lydia ist mit ihrer Familie seit 2006 in Zentralasien unterwegs, „zuerst mit zwei ganz kleinen Kindern (vier und zwei Jahre), und im Laufe der Jahre sind es dann vier Kinder geworden. Mittlerweile hat die Familie sogar Teenies."

    Christiane lebt mit ihrer Familie seit genau drei Jahren in Pretoria, Südafrika. Sie hat vier Kinder, wobei die älteste Tochter (18 Jahre alt) nun wieder zurück nach Deutschland gegangen ist. Somit leben vor Ort ‚nur' drei Kinder im Alter von ein, drei und 13 Jahren.

    Miriam und ihre Familie lebt seit 2003 in Nordengland und hat zwei Töchter, die beide im Teenageralter sind.

     

    Welche Herausforderungen ergeben sich, wenn man Kinder in einer fremden Kultur großzieht?

    Anne: Die Familie sieht nicht, wie unsere Kinder aufwachsen und können keine tiefe Bindung zu ihnen aufbauen. Die Heimataufenthalte helfen leider nur teilweise. Unsere Erstgeborene fühlt sich nicht komplett als Deutsche und auch nicht als Südafrikanerin. Die Kinder können keine tiefen Freundschaften aufbauen, weil andere Missionare kommen und gehen oder man öfters umzieht. Man muss immer wieder schauen, dass man einen gerade Weg fährt. Denn manchmal kollidieren Kultur, Ansprüche und Erziehung miteinander.

     

    Natja: Eine große Herausforderung ist der Umgang miteinander, da Montenegro doch eher ein raues Klima hat. Meine Kinder sind oft sensibler und nicht so „aufmüpfig", wie die Kinder um sie herum, das bringt öfter Tränen oder Konflikte. Außerdem gehen Kinder hier sehr spät ins Bett, während ich meinen Kindern zwölf Stunden Schlaf ermöglichen möchte. Meine Kinder sind jetzt schon so groß, dass sie verstehen, dass sie aus einem anderen Land kommen und deshalb manchmal anders behandelt werden, das tut mir als Mutter weh.

                   

    Lydia: Als Eltern ist man ja nicht selbst in der fremden Kultur aufgewachsen und kennt sie daher auch nur bruchstückhaft, wenn auch – über die Jahre – mit zunehmenden Verständnis. Als Eltern liegt die eigene Identität ja auch nach Jahren noch primär in der Herkunftskultur, bei den Kindern ist das anders. Sie hängen irgendwie dazwischen, können sich mit manchen Aspekten aus beiden Kulturen identifizieren, aber eben nicht mit allen. Sie sind als „Drittkulturkinder" geprägt von diesem zwischen den Kulturen-Leben. Das unterschiedliche Essen oder die unterschiedliche Art, sich zu kleiden, sind dabei die kleineren Herausforderungen. Damit können Kinder in der Regel gut umgehen. Viel tiefer ist vor allem die Frage: Wer bin ich? Wer bin ich in Deutschland? Und wer bin ich in Zentralasien? Bin ich nur das, was ich tue oder wie ich mich kleide oder was ich esse? Was macht mich denn eigentlich aus? Vor allem bei älteren Kindern kommen solche Gedanken immer wieder hoch, verstärkt natürlich bei jedem Ortswechsel (Deutschlandaufenthalt und zurück). Nicht nur wir selbst reisen hin und her, auch unser Umfeld verändert sich häufig: Die einen ausländischen Kollegen kommen, die anderen gehen, einheimische Freunde ziehen plötzlich mit ihrer Familie in ein anderes Land … Abschiednehmen gehört zum Alltag und so schön es ist, neue Menschen kennenzulernen, so stark schmerzt es auch, lieb gewordene Freunde wieder loszulassen. Wir als Eltern sehen es als riesige Aufgabe und Chance, unsere Kinder durch all die vielen Wechsel zu begleiten, mit ihnen beim Abschied zu trauern und sie bei jedem Neuanfang zu ermutigen. Und sie in dem zu bestärken, dass ihre wirkliche Identität nicht in einer Nationalität liegt oder in etwas, das sie tun oder lassen, sondern darin, dass sie zu Jesus gehören und er immer bei ihnen ist, ganz egal, wo sie sind und was sie wie machen.

    Christiane: Eine Herausforderung war für uns an einem Sonntagmorgen, als wie eine schwarzafrikanische Gemeinde im Township besuchten. Wir hatten uns allesamt nett angezogen, so wie man es eben macht, wenn man zum Gottesdienst geht. Da wir etwas im Zeitdruck waren, hatten wir Eltern auch gar nicht so genau hingeschaut, was unsere Teenager-Mädchen sich angezogen hatten. Doch normalerweise wissen sie aus dem Missionstraining, dass es bestimmte Kleiderordnungen gibt, die man einhalten sollte, wenn man in bestimmte Gegenden wie das Township, bestimmten Gemeinden oder Hochzeiten geht – dass man sich entsprecht „bedeckt" anziehen muss. Aber wie gesagt, es war Hektik an dem Morgen und so ging das unter. 

    So kamen wir in der Gemeinde an, wurden als Gäste herzlichst begrüßt und gleich gebeten in der ersten Reihe Platz zunehmen. Und da saßen wir dann, wie auf dem Präsentierteller. Erst da fiel uns auf, das unsere Älteste an dem Tag einen für diese Gegend und Gemeinde recht kurzen Rock anhatte. Zu spät. Da kam dann auch schon eine Dame von der Gemeinde angeeilt und brachte ihr eine rote Decke. Meine Tochter schaute sie verdutzt an, da sie dachte, dass es eine Tischdecke war. Jedoch nach dem Hinweis diese über ihre Beine zu legen, um sie zu bedecken, wurde ihr schnell bewusst, dass es ein Kulturfehler war, sich diesen Rock am Morgen anzuziehen. Seitdem werden wir immer von den Mädels vorher gefragt, was sie anziehen sollen, wenn wir wieder mal eine andere Gemeinde besuchen wollten.

     

    Miriam: Meine Mädchen sind auf jeden Fall „Drittkulturkinder" – d.h. aus zwei verschiedenen Kulturen, die deutsche und englische, haben sie beide für sich eine dritte „Mischkultur" entwickelt. Um ein Beispiel zu geben: Wir haben an Weihnachten zweimal Bescherung – am Heiligen Abend und dann auch am „Christmas Day" (25.12.) und beide Ereignisse sind gleich wichtig. Meine Mädchen kennen einige der deutschen Kinderhelden wie Pippi Langstrumpf und Kindersendungen wie die Augsburger Puppenkiste, mit denen auch wir aufwuchsen, aber die Kinderlieder die sie von klein auf gelernt haben, sind die hiesigen „nursery rhymes". Das stiftet auch Verwirrung – als sie noch jünger waren, sagte mir eine meiner Töchter: „Mama, die Deutschen denken, ich bin Engländerin und die Engländer denken, ich bin Deutsche."

    Was ist das Positive daran?

    Anne: Die Kids bekommen einen größeren Weitblick. Sie haben internationale Freunde, lernen neue Sprachen. Deutsch wird zur Geheimsprache, wenn sie was fragen wollen was nicht jeder mitkriegen soll oder wenn wir mit ihnen schimpfen müssen. Sie wachsen, was Ausdrücke angeht, etwas behüteter auf. Wir können beeinflussen, was sie hören. Die Kinder sehen auch, dass es ein richtiges Leben gibt, was aus Armut, Leid, Freude besteht.

     

    Natja: Positiv empfinde ich die Einstellung der Menschen hier zu Familie: Alle lieben Kinder und Kinder sind immer bei allem mit dabei, nie ausgeschlossen oder „zu klein". Ich sehe auch Vorteile für meine Kinder für ihr späteres Leben, da sie dreisprachig aufwachsen, andere Kulturen kennenlernen und ein buntes, positives Bild von Menschen aller Nationen aufwachsen.

     

    Lydia: Unsere Kinder wissen, dass vieles nicht absolut ist. Ihnen ist klar, dass die Menschen in Deutschland anders leben als die in Zentralasien, dass sie anders essen, sich anders kleiden, ihr Zuhause anders aussieht etc. Sie verurteilen andere nicht gleich, nur weil sie anders sind. Sie sind flexibel und können sich anpassen. Und vielleicht fällt es unseren Kindern auch leichter zu unterscheiden, was wirklich wichtig ist, und auf was es im Leben wirklich ankommt.

     

    Christiane: Unsere Kinder und wir Eltern haben gelernt, dass wir uns nicht immer als Maßstab nehmen dürfen und dass es in anderen Kulturen nicht schlechter zu geht als daheim, sondern nur anders. Und auch das „anders sein" etwas Besonderes haben kann und manches mal sogar besser ist. 

     

    Miriam: Ich denke, meine Mädchen haben von klein auf geübt, sich anzupassen, sind flexibel, schätzen Freundschaften über Ländergrenzen hinweg. Sie halten z. T. Kontakt zu anderen Jugendlichen weltweit deren Eltern auch mit OM arbeiten. Sie sind an der Welt interessiert und ich denke auch, dass sie sich deshalb gut in Menschen aus verschiedenem Hintergrund hineinversetzen können und in unserer zunehmend globaler werdenden Welt in der Zukunft einen Auftrag haben.

     

  • Zwischen Mutter- und Missionarsdasein – Teil 3

    13.10.2015

    Zwischen Mutter- und Missionarsdasein – Teil 3

    Über 60 Familien sind mit OM Deutschland im Einsatz. Oft steht der Ehemann und Vater im Dienst, doch wie sieht das Leben zwischen Mutter- und Missionarsdasein aus? Wir haben dazu fünf Frauen befragt. Leider mussten diese Interviews für die Global gekürzt werden, weswegen Sie hier nun den dritten von drei Teilen des inspirierenden und ungekürzten Interviews finden:

     

    Anne hat drei Kinder zwischen ein und sieben Jahren, lebte sieben Jahre in Südafrika und ist mit ihrer Familie seit eineinhalb Jahren wieder in Deutschland.

    Natja hat zwei Kinder, einen Jungen, neun Jahre und eine Tochter, sieben Jahre, lebt mit ihrer Familie seit 2007 in Montenegro.

    Lydia ist mit ihrer Familie seit 2006 in Zentralasien unterwegs, „zuerst mit zwei ganz kleinen Kindern (vier und zwei Jahre), und im Laufe der Jahre sind es dann vier Kinder geworden. Mittlerweile hat die Familie sogar Teenies."

    Christiane lebt mit ihrer Familie seit genau drei Jahren in Pretoria, Südafrika. Sie hat vier Kinder, wobei die älteste Tochter (18 Jahre alt) nun wieder zurück nach Deutschland gegangen ist. Somit leben vor Ort ‚nur' drei Kinder im Alter von ein, drei und 13 Jahren.

    Miriam und ihre Familie lebt seit 2003 in Nordengland und hat zwei Töchter, die beide im Teenageralter sind.

     

    Wie macht Ihr das mit der Schulbildung der Kinder?

    Anne: Die Kinder sind in Südafrika in einen Kindergarten vor Ort gegangen. Nun sind sie im deutschen Schulsystem und im Kindergarten.

     

    Natja: Unsere Kinder gehen auf die Regelschule der Stadt in die zweite und vierte Klasse. Dies ist auch eine große Herausforderung, da die Lehrmethoden doch sehr streng und steif sind. Ich unterrichte sie zu Hause noch im Fach Deutsch, ein Teammitglied aus Deutschland unterstützt mich dabei. Ich empfinde das Homeschooling als wunderbare Sache, da ich selber sehr viel über unsere Sprache lerne und auch täglich über schulische Themen im Gespräch bin. Manchmal ist es auch nervig, die Lehrerin der eigenen Kinder zu sein, und es gibt Streit oder Tränen. In unserer westlichen Welt wird die Bildung und Ausbildung als sehr hohes Gut betrachtet und ich komme langsam davon weg, dass meine Kinder alles und jedes wissen oder tun müssen. Ich habe Vertrauen und Mut gefunden (es war eine längere Reise), dass Gott auch dies unter seiner Kontrolle hat. Das Leben besteht doch aus weitaus mehr, also nur dem Schulzeugnis oder Uni-Abschluss oder?!

     

    Lydia: Sie waren, bzw. sind alle in einem einheimischen Kindergarten und auch in einer einheimischen Grundschule. Wir haben aber auch parallel dazu mit dem Programm der Deutschen Fernschule gearbeitet, damit sie auch all das lernen, was sie in Deutschland in dem jeweiligen Alter lernen würden. Ab der 5. Klasse kann man dann nicht mehr die einheimische und die deutsche Fernschule parallel machen, weil das sonst im Umfang einfach zu viel wäre. So arbeiten unsere größeren Kinder seit der 5. Klasse nur noch mit dem Fernschul-Material und gehen zusätzlich vor Ort auf eine Musikschule, wo sie weiterhin Kontakt zu einheimischen Kindern haben und damit sie die Sprache nicht vergessen. Ich bin dankbar, dass wir unsere Kinder bei uns zu Hause unterrichten können und bin auch froh, dass wir immer wieder junge Lernhelfer und Lernhelferinnen haben, die uns beim Fernunterricht unterstützen, denn sonst könnte ich nebenher tatsächlich nicht mehr viel anderes tun.

     

    Christiane: Wir haben hier das Glück, unser Kind auf eine deutsche Privatschule schicken zu können. Anfangs war es auch da nicht leicht, denn auch dort gab es Sprachbarrieren. In diese Schule kommen Kinder mit den verschiedensten Muttersprachen zusammen und da wird dann in den Pausen oft Englisch oder noch andere Sprachen vermischt gesprochen, sodass es vor allem für unsere jüngere Tochter am Anfang doch eine ganz schöne Herausforderung darstellte.

     

    Miriam: Unsere Kinder gingen von Anfang an in den örtlichen Kindergarten und die Grundschule. Wir wollten, dass sie Englisch ohne deutschen Akzent lernen. Jetzt sind beide auf der Secondary School (weiterführende Schule ähnlich dem Gesamtschulprinzip). Ich ging während der Grundschulzeit einmal pro Woche in die Schule, um dort mit beiden Kindern für eine Stunde am Nachmittag eins zu eins Deutsch zu machen und anschließend bis Schulende in der Klasse zu helfen. Das war sehr hilfreich, um das hiesige Schulsystem kennenzulernen. Eltern sind hier jederzeit willkommen, in der Grundschule in den Klassen mitzuhelfen. Außerdem öffnete es Türen von unserer deutschen Kultur in den Klassen meiner Kinder (z. B. zum Thema Advent) oder sogar in einer „school assembly" (Schulversammlung) zum Thema Schulstart in Deutschland (Zuckertüten!) zu berichten. Als wir 2006 im Sommer als Familie gemeinsam mit einer Freundin aus unserer sendenden Gemeinde nach Moldawien reisten, um die OM-Arbeit vor Ort kennenzulernen, konnten wir im hiesigen Kindergarten Fundraising für einen moldawischen Kindergarten machen und anschließend sowohl im Kindergarten, als auch in der Grundschule von Moldawien erzählen. In der 5., 6. und 7. Klasse belegten beide Kinder Kurse für das Fach Deutsch, mit der Deutschen Fernschule und dem Fernlernwerk. Das war für sie schon extra Arbeit, da sie ihre Deutschaufgaben neben den normalen Hausaufgaben noch zusätzlich erledigen mussten, doch wir denken, es wird sich auf lange Sicht gesehen, für sie lohnen. Jetzt, wo beide Mädchen älter sind und den englischen GCSE machen (entspricht dem deutschen Realschulabschluss) und danach vielleicht noch die Sixth Form (entspricht der Kollegstufe) besuchen möchten, wollen wir darauf achten, dass sie für den A-Level (Abitur) eine Fächerkombination belegen, die ihnen später vielleicht auch ein Studium oder Ausbildung in Deutschland ermöglicht.

     

    Was würdest du anderen Müttern raten, die in die Mission gehen wollen?

    Anne: Es ist wichtig, dass man genau weiß, dass man als Familie in die Mission gerufen wird. Man muss auch ein klares „Ja" von Gott bekommen. Manchmal kann das Leben ganz schön einsam werden, wenn der Mann dann voll beschäftigt ist und man „nur" die erste Zeit zu Hause ist und alles managed und regelt. Aber da Wege zu finden, das Land kennenzulernen, die Menschen, die Kultur. Kinder helfen einem und sind ein guter Gesprächsstart. Suche dir jemanden, mit dem du reden kannst. Der deine Situation versteht, das Land und die Kultur versteht, dir Tipps geben kann und dir auch die Meinung sagt, wenn etwas schief geht.

     

    Natja: Ich würde ihnen raten, nicht nur der Helfer des Mannes zu sein und ein isoliertes Leben vom Rest des Teams/Dienstes zu leben, da das auf Dauer einsam macht. Wenn sie eine Berufung haben, dann sollten sie mutig sein und Gott vertrauen. Mit Phil. 2,13-14: „Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel." Für seine Kinder zu beten und sie Gott anzubefehlen ist auch super wichtig. Vielleicht gibt es ja noch eine Mutter, mit der man (vielleicht über Skype) regelmäßig beten kann. Außerdem würde ich mit ihnen einen kurzen Besuch im Land zu machen, bevor sie sich endgültig auf die Ausreise vorbereiten. Das hilft evtl. beim Einstellen auf die Situation als Familie.

     

    Lydia: Egal ob Mutter oder nicht: Jesus ist dein Vertrauen absolut wert! Man macht sich ja (vor allem vor der ersten Ausreise) Gedanken, wie das alles für die Kinder wird, ob sie den Wechsel und das ganz andere Leben überhaupt verkraften und dabei keinen Schaden nehmen. Bedenkenträger gibt es ja genug. Ich habe mir in der Situation immer wieder ins Gedächtnis gerufen, warum wir uns überhaupt aufmachen: Jesus liebt die Menschen, zu denen wir gehen, und möchte uns dazu benutzen, um ihnen das nahe zu bringen. Und Jesus liebt uns selbst genauso! Wenn er uns beruft, dann sorgt er auch für uns, auch für unsere Kinder! Wer unsere Kinder fragt, wird sicher hören, dass sie gerne dort sind, wo sie sind, und dass sie ganz bestimmt nicht bemitleidet werden wollen! Wir haben uns von Anfang an als Familie berufen gewusst, nicht nur wir als Eltern. Wir haben die verschiedenen Aufs und Abs auch bewusst als Familie durchlebt, und das hat uns näher zueinander gebracht! Keiner von uns bereut es, dass wir damals gegangen sind! Gott hat unser Leben, auch unser Familienleben, so reich gesegnet, da können wir nur staunen!

     

    Christiane: Höre auf Gott, lass dich leiten und von anderen Betern begleiten und lass dich niemals von dem Abbringen, was Gott von dir möchte. Vor allem bleibe mit deinen Kindern immer im Gespräch und bete für sie. Für Kinder scheint es immer leichter, sich auf neue Menschen, Kulturen, oder Orte einzustellen, tut es aber nicht. Sie verarbeiten das eben alles nur anders. Und dann kommt es vielleicht erst nach Wochen oder gar Monaten heraus, dass es nicht leicht für sie ist und Heimweh macht sich breit. Uns persönlich hat als Familie auch sehr geholfen uns mit den Kindern im Vorfeld viel darüber auszutauschen, was auf uns zukommen wird und durch ein Buch viel schon vorweg über andere Kulturen herauszufinden. Da kam dann schon mal der „Aha Effekt", als dann solch eine, im Buch beschriebene Situation, auftrat – wirklich wertvoll!

     

    Miriam: Es fällt mir ehrlich gesagt schwer, einen generellen Ratschlag zu erteilen, denn so viele Faktoren spielen mit – in welches Land man ausreist und welche Kultur (ich habe nur Erfahrung im europäischen Kontext) man vorfindet. Ich denke, Kinder sind auf jeden Fall ein Geschenk – denn mit ihnen kommt man schnell in die Gastkultur hinein und kann Kontakte knüpfen! Zwei meiner besten Freundinnen hier, die mit Glauben nicht viel am Hut hatten/haben, lernte ich in einem Spielkreis kennen. Ich denke, man darf mit Gottes Kraft ganz normal leben, und er schenkt dann Lösungen für Probleme, die im Heimatland vielleicht nicht aufgetaucht wären. Was ich selbst an den Briten schätze, ist die Entspanntheit, mit der sie an den Alltag herangehen, sich nicht den Kopf im Voraus unnötig zu zerbrechen, sondern Dinge gelassen auf sich zukommen zu lassen!

  • Renovierungsarbeiten in der OM-Deetken-Mühle

    21.09.2015

    Renovierungsarbeiten in der OM-Deetken-Mühle

    Seit Anfang September laufen wieder Umbauarbeiten und Renovierungen in der OM-Deetken-Mühle und an der Fassade des Schiffsbüros. Das vierköpfige Bau-Team hat mittlerweile undichte Fenster am Schiffsbüro ausgetauscht, damit die Mitarbeiter auch bei heftigen Regengüssen trocken bleiben. Im Anschluss daran wird die West-Fassade neu gestrichen.
    Die im 18. Jahrhundert erbaute Deetken-Mühle wurde Anfang der 80er Jahre von OM Deutschland übernommen und daraufhin renoviert. Doch mittlerweile sind einige Bauelemente veraltet und die damaligen Sicherheitsstandards überholt, weswegen Türen ausgetauscht und ein kompletter Flur samt Boden und Decke renoviert werden müssen. Die OM-Mitarbeiter hoffen, bis Ende dieses Jahres mit den Arbeiten fertig zu werden. Hilfe bekommen sie dabei von dem freiwilligen Helfer Marcel, der es als seine Berufung sieht, "OM und anderen Missionswerken bei Umbauten und Renovierungen zu unterstützen."

  • Rückblick auf die GO-Konferenz 2015

    3.09.2015

    Rückblick auf die GO-Konferenz 2015

    Zur 10-tägigen GO-Konferenz trafen sich aus aller Welt die Neueinsteiger von OM. Der Einstieg bei der (internationalen) Mitarbeit bei OM sollte uns erleichtert werden, daher wurde Vieles über die Arbeit in den verschiedenen Ländern berichtet und interkulturelles Wissen vermittelt. Das Ganze fand in De Kroeze Danne in den Niederlanden statt und so machten wir acht FSJlerinnen uns zusammen mit vielen andere deutschen Neueinsteigern in das Land der Radfahrer und Tulpen-Liebhaber auf.
    Dort angekommen wurden wir schnell in die internationale Gemeinschaft aufgenommen. Die 48 vertretenen Länder und 24 verschiedenen Sprachen sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre. Wir konnten spüren, wie der gemeinsame Glaube auch die unterschiedlichsten Kulturen und Persönlichkeiten miteinander verband.
    Die Konferenz war sehr strukturiert organisiert und eine Menge Programm stand auf dem Plan, doch es gab auch immer wieder Gelegenheiten zum Entspannen. Zum Beispiel während den Kaffeepausen und in der freien Zeit.
    Nach dem Frühstück gab es jeden Morgen eine Anbetungszeit mit der anschließenden Shhh Time, in der jeder einfach still für sich war und auf Gottes Stimme hörte. Dann folgten Seminare von OM-Leitern über Themen, wie Serving Sacrificially (Aufopferungsvoll Dienen)oder eine Security Orientation (Sicherheitseinweisung). Die Vorträge wurden auf Englisch gehalten und wurden aufgrund der vielen Deutschen in unsere Landessprache übersetzt.
    Beim Mittagessen blieb niemand lange allein und wir lernten neue Leute und uns untereinander immer besser kennen. Teilweise entstanden auch komische Situationen, wenn es darum ging mit Stäbchen oder nur mit den Fingern zu essen – unsere kulturelle Intelligenz wurde auf jeden Fall erweitert! Dieses Thema wurde auch in den Discovery Groups behandelt, bei denen wir in bunt gemischten Kleingruppen interessante, kulturelle Erlebnisse von OM-Mitarbeitern erfahren und den Umgang mit anderen Kulturen gelernt haben. In der freien Zeit konnten wir auch beim Volley-, Fußball-, oder Kartenspielen viele neue Bekanntschaften und hoffentlich lang anhaltende Freundschaften schließen.
    Das andauernde Englischreden konnte manchmal echt anstrengend sein, daher war es immer wieder schön, sich in der Fellowship Group (Kleingruppe) auf Deutsch auszutauschen und Fragen zu klären. Beim Prayer Day (Gebetstag) konnten wir noch einmal ganz intensiv Zeit mit Gott verbringen und durch Mission Possible, ein simulierter Missionseinsatz, wurden wir dann auch praktisch vorbereitet.
    Während dieser Woche haben wir uns jeden Tag bewusst Zeit für Gott genommen. Die Stille Zeit hat mich/uns wirklich näher zu Gott gebracht und er hat mir auch klar gemacht, dass er immer da ist, auch wenn wir ihn nicht spüren. An einem Abend betete ich während der Anbetungszeit, dass ich Gott dienen möchte und dass er mich gebrauchen soll. Kurz darauf hatte ich den Impuls in die Art Zone (Raum für Kunst) zu gehen. Dort saß ein Mädchen, das ich flüchtig kannte. Ihr ging es nicht gut und sie erzählte mir von ihren Problemen. Daraufhin hatte ich nur noch den Satz „Bete für sie.“ im Kopf. Es fiel mir nicht leicht, da ich Angst hatte, nicht die richtigen Worte zu finden. Aber ich hatte das Gefühl, dass es das war, was Gott von mir wollte. Auch nach dem Gebet konnte ich ihr helfen, indem ich einfach für sie da war und ihr zuhörte. Ich hatte das Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Gott hat mein Gebet direkt erhört und er war auch die ganze Zeit mit dabei. Er ist auch jetzt noch bei jedem einzelnen – egal, wo auf der Welt sich diese Person gerade befindet.

    Sarah C. – FSJlerin in Mosbach 2015/2016

  • Rückblick auf das Freundestreffen von OM in Mosbach (Zentrale von OM Deutschland)

    30.06.2015

    Rückblick auf das Freundestreffen von OM in Mosbach (Zentrale von OM Deutschland)


    Jährlich wird im idyllischen Mosbach im Neckar- und Elztal von der international weitverbreiteten Hilfs- und Missionsorganisation OM ein Freundestreffen veranstaltet, das immer wieder viele Besucher, Freunde und Interessenten anzieht. Auch ich hatte als Besucher das erste Mal das Privileg, dabei sein zu dürfen. 
    Das Freundestreffen begann mit einem offenen Gottesdienst in dem Kulturzentrum „Alte Mälzerei" im Zentrum Mosbachs. Begrüßt wurden wir von den neuen jungen Einsatzteilnehmern, die jeweils verschiedene Länderflaggen als Symbol für die internationale Präsenz von OM trugen. Während des Gottesdienstes wurden die neuen Mitarbeiter kurz vorgestellt. Gemeinsam in Kleingruppen haben wir auch für sie gebetet. Zudem fanden noch ein gemeinsamer Lobpreis statt, eine Predigt und Vorstellung von dem neuen Leiter von OM Deutschland Gian Walser und eine kurze Präsentation über die Arbeit der „Selbsthilfegruppen für Frauen".
    Danach wurden alle Besucher zum eher lockeren Teil des Freundestages in die Deetken-Mühle eingeladen. Die Deetken-Mühle ist eine alte Mühle, die umgebaut wurde und nun die Zentrale von OM Deutschland ist. In der Mühle angekommen, warteten schon zahlreiche bunte Stände, bei denen einerseits die diversen Arbeitsbereiche und Einsatzländer von OM vorgestellt wurden und andererseits kulinarische Köstlichkeiten aus unterschiedlichen Ländern frei zur Verfügung standen. Es gab französischen Crépe, salvadorianischen Bohneneintopf, arabischen Linseneintopf, südafrikanisches Fleisch, vegetarische von einem Argentinier u.v.m. Auch für Kinder wurden verschiedene Aktionen vorbereitet, so dass jeder diesen Tag genießen konnte. Für Interessierte fanden dann noch nachmittags Seminare statt, wo man zu einigen Themen viel Wissenswertes erfahren konnte.
    Insgesamt war es ein sehr freundlicher und sonniger Tag, zu dem um die 400 Gäste erschienen sind. Dieser Freundestag bot eine sehr gute Möglichkeit, sich über die vielfältige und tolle Arbeit von OM genauer zu  informieren, und Menschen kennenzulernen, die hinter dieser Arbeit stecken. Falls jemand mehr über OM erfahren möchte, so kann ich einen Besuch bei einem Freundestreffen nur wärmstens empfehlen, und auch wenn es nur wegen des leckeren Essens sein sollte – es lohnt sich auf jeden Fall. J
    Andreas Chrascina
        

  • Tanzen mit Freunden

    28.04.2015

    Tanzen mit Freunden

    Während der Umbauphase der Logos Hope verteilten sich die Schiffmitarbeiter auf insgesamt 70 Teams in über 30 Ländern – darunter auch in Deutschland. Hier der dritte von drei Berichten eines Logos Hope-Teams, das in der Brüdergemeinde Korntal (bei Stuttgart) war.

     

    Freitagnachmittag, 17 Uhr. Das Logos Hope-Team ist bereit und wartet auf die Gäste. Nach und nach kommen Menschen verschiedener Nationalitäten den Gang entlang. Fast jeder bringt etwas zu Essen mit. Der Raum füllt sich, bis schließlich 30 Menschen platzgenommen haben. Zwei Familien aus Albanien, eine Familie aus Pakistan und Indien, eine Frau mit ihren Kindern aus Eritrea und einige Afrikander blicken neugierig auf das Team. Sie spiegeln eine bunte Mischung der Kulturen wider – genau wie das Logos Hope-Team, das aus Paraguay, Chile, Trinidad und Tobago, Thailand und Deutschland kommt. Man fühlt sich wie unter Freunden. Als das Team nach einem Kennenlernspiel einen Tanz aus Ozeanien aufführt, machen die neugewonnenen Freunde mit. Auch das gemeinsame Essen schmeckt köstlich. Einen Tag später besucht das Team das pakistanische Ehepaar und wird zum Tee ein geladen. „Gestern war es so schön für uns“, sagt der Ehemann und zeigt und seine Fotos, die er an dem Nachmittag aufgenommen hat. „Wir leben seit zweieinhalb Monaten hier als Flüchtlinge und das hat uns so viel Freude gemacht.“

  • Ein Besuch auf dem Schulbauernhof

    27.04.2015

    Ein Besuch auf dem Schulbauernhof

    Während der Umbauphase der Logos Hope verteilten sich die Schiffmitarbeiter auf insgesamt 70 Teams in über 30 Ländern – darunter auch in Deutschland. Hier der zweite von drei Berichten eines Logos Hope-Teams, das in der Brüdergemeinde Korntal (bei Stuttgart) war.

     

    Ein Nachmittag mit Kindern, aber auch Hühnern, Schweinen, Ziegen und Kühen zu verbringen, war eine freudige Abwechslung für das geschäftige Logos Hope-Team in Korntal. Das sechsköpfige Team veranstaltete ein einstündiges Programm für die Kinder, die den Schulbauernhof besuchten. Sie spielten zwei Spiele und erzählten den Kindern, wie sie als Freiwillige auf das Schiff gekommen sind und ein bisschen über sich selbst. Die Kinder waren an allen Details sehr interessiert, beispielsweise daran, wie man eine Schwimmweste anlegt. Die Fragen der Kinder am Ende der Stunde nahmen kein Ende. „Es war schade, dass unser Programm so schnell zu Ende war“, sagte Marco Wiebe aus Paraguay. „Ich glaube, es wären noch interessante Gespräche zustande gekommen.“ Nach dem Programm wurde das Team eingeladen, mit den Kindern den Schulbauernhof zu besuchen. Sie sahen trächtige Schweine, halfen beim Kühemelken und sahen Hühner. Die Kinder zeigten mit Freuden und Enthusiasmus, was sie in den letzten Tagen alles gelernt hatten. „Leider müssen wir morgen wieder abreisen“, sagte eines der Kinder. „Nächste Woche werden die Kinder der Tiere geboren.“

  • Eine lebenslange Überraschung

    23.04.2015

    Eine lebenslange Überraschung

    Während der Umbauphase der Logos Hope verteilten sich die Schiffmitarbeiter auf insgesamt 70 Teams in über 30 Ländern – darunter auch in Deutschland. Hier der erste von drei Berichten eines Logos Hope-Teams, das in der Brüdergemeinde Korntal (bei Stuttgart) war.

    Das fünfköpfige Logos Hope-Team, das drei Wochen lang die Brüdergemeinde in Korntal besuchte, war von der Vielfalt der Arbeitsbereiche dieser 1500 Mitglieder starken Gemeinde sehr überrascht. So werden von dieser Gemeinde aus jedes Jahr bis zu 3000 Veranstaltungen gestartet. Sonntägliche Gottesdienste für groß und klein, Konfirmationsgruppen, Orientierungsjahrgruppen und Jugendabende sind nur ein kleiner Teil dieser Gruppierung von evangelischen Christen, die seit 1819 viele Missionare in alle Welt gesandt haben. Das Logos Hope-Team präsentierte den Schiffsdienst auf vielfältige Weise in verschiedenen Kindergruppen, auf einem Schulbauernhof und in diversen Migrantengruppen. Eine besondere Überraschung für das Team war eine Einladung zu einem eritreischen Essen, wobei die Gastgeberin mit einer heimischen Zeremonie einen wunderbaren Kaffee auf einem großen Benzinkocher in der Stube kochte. Marco Wiebe aus Paraguay sagte: Überall wo ich auf dieser Welt hinkomme, probiere ich mindestens ein einheimisches Nahrungsmittel. Ich trinke eigentlich keinen Kaffee, aber dieser schmeckt wirklich sehr gut!“ An dem OM-Abend präsentierte das Logos Hope-Team die fünf Arbeitsbereiche von OM. Die deutsche Journalistin Gabriela With, die zu dem Team stieß, erlebte an diesem Abend eine ganz andere Überraschung. Nachdem sie über den Arbeitsbereich „Menschenwürde“ und über die OM-Arbeit in syrischen Flüchtlingscamps referiert hatte, kam eine Doktorin auf sie zu. „Ich bin sehr berührt von der Arbeit und was Sie gesagt haben“, meinte sie. „Mein Haus wird ein Leben für Sie offen stehen. Wenn Sie etwas benötigten, egal was es ist, ich werde für Sie das sein!“ „Ich sah in ihren Augen, dass sie es wirklich sehr ernst meinte“, freute sich Gabriela.


  • Anders als erwartet

    24.03.2015

    Anders als erwartet

    Jiska Stiler (17) berichtet von ihrer Zeit in der OM-Deetken-Mühle
    Wenn ich früher das Wort Mission gehört habe, dachte ich nur an Missionare, die im Busch leben und die ganze Zeit über den Einheimischen von Gott erzählen. Dass aber zur Mission noch viel mehr gehört, durfte ich in den letzten drei Wochen erfahren.
    Aufgrund persönlicher Angelegenheiten war ich das letzte halbe Jahr nicht in der Schule und hatte bis nach den Osterferien, ab wann ich wieder zur Schule gehen werde, noch einige Wochen freie Zeit. Viele Teenager meines Alters hätten sich vielleicht über ein paar Wochen Pause gefreut, aber ich brauchte etwas zu tun. Da ich schon immer besser Englisch lernen wollte, bewarb ich mich darum, als freiwillige Mitarbeiterin in eine christliche Einrichtung nach England zu gehen. Doch egal, welche Organisation ich anfragte, überall bekam ich eine Absage. So auch von OM in Großbritannien. Aber die Mitarbeiter dort leiteten meine Anfrage weiter zur deutschen OM-Zentrale, was natürlich komplett gegen meinen Plan sprach, aber da ich nur Absagen in England erhalten hatte, wollte Gott mich wohl woanders hinführen …
    Dann ging alles ganz schnell und eine Woche später begann ich hier in Mosbach mit meinen OK-Tagen. (Die OK-Tage sind normalerweise für angehende FSJler, um einmal in die Arbeit bei OM Deutschland reinschnuppern zu können.)
    Weil ich OM vorher nicht kannte und nur an meine kindlichen Illusionen von Mission dachte, konnte ich mir vorher keine genauen Vorstellungen machen, was mich eigentlich erwarten würde …
    In meiner ersten Woche arbeitete ich im Haushalt. Das bedeutete Kloputzen, Saugen, Wischen, Betten beziehen und in der Waschküche helfen. Den ganzen Tag. Und am nächsten Tag das Gleiche von vorn. Irgendwie hatte ich mir das nicht so vorgestellt …
    Aber dann gewöhnte ich mich an die Arbeit, an das Umfeld und an die Leute, mit denen ich in Kontakt kam. Ich durfte viele Mitarbeiter von OM kennenlernen, welche, die von den Schiffen kamen, sich auf Einsätze vorbereiteten oder einfach nur in der deutschen Zentrale arbeiteten. Alle hatten die gleiche Motivation: Sie wollten mit ihrer Arbeit Gott dienen. Ob es durch Predigen, Beten oder Putzen war, jeder hatte seine Aufgabe und tat sie für Gott und sein Reich.
    Ich verstand, dass Mission nicht nur aus den ausgesandten Missionaren besteht, sondern, dass Mission viel an Organisation und Planung benötigt und dafür natürlich Mitarbeiter, dazu eine Zentrale und dazu unter anderem Personen wie die FSJler oder mich, die dazu beitragen, dass die Leute in einem sauberen Umfeld arbeiten können.
    Die zwei weiteren Wochen verbrachte ich in der Küche und einen Tag im Büro. So konnte ich viele Bereiche der Arbeit von OM kennenlernen und vor allem neue Bekanntschaften schließen. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, zu arbeiten, und zwischendurch mal mit dem und mal mit dem zu quatschen. So kam ich übrigens auch zu meinem Englisch, da nicht jeder der OM-Mitarbeiter deutsch spricht.
    Wenn ich jetzt zurückblicke, kann ich sagen, dass es eine sehr hilfreiche und lehrreiche Zeit war. Ich durfte erfahren, dass Gott oft ganz andere Wege für uns Menschen hat und wir unsere Vorstellungen manchmal den seinen anpassen müssen. Aber er hat einen guten Weg für jeden und führt uns Schritt für Schritt. Wenn wir ihm vertrauen und uns auf seinen Plan für unser Leben einlassen, werden wir viel mehr erleben, als wir uns vorstellen können!"

  • Mehr als ein Zwischenstopp

    26.02.2015

    Mehr als ein Zwischenstopp Es ist schon erstaunlich wie Gott einem Neues schenkt, wenn man es wagt, das eigene und gewohnte Terrain zu verlassen, um sich in etwas zu investieren, das man selbst nicht mehr so gut kontrollieren kann.

    „Wer seid ihr, woher kommt ihr und wohin geht ihr?“
    Das sind bestimmt die uns am häufigsten gestellten Fragen der letzten Zeit und sie sind berechtigt. Also, wir sind Dustin und Mirijam Waters. Wir haben bis Ende letzten Jahres in Pforzheim gewohnt und gearbeitet und gerade freuen wir uns, hier in der OM-Deetken-Mühle Teil der Gemeinschaft zu sein. Allerdings sind wir hier gewissermaßen nur zum Zwischenstopp, denn ab März werden wir Teil eines Gemeindegründungsprojekts in Porto, Portugal sein. Dort werden wir in einem internationalen Team mitarbeiten, welches im Moment aus zwei Familien (aus den USA & aus Brasilien), einer deutschen Studentin und uns besteht.

    Do what you love, for the one you love!
    Neben Hauskreisen und der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen versuchen wir, durch Surfen und Skaten mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Wir glauben, dass Gott Träume und Kreativität in unser Herz legt und uns Freude an ihm und an Dingen gibt, damit wir andere anstecken. Wir möchten Menschen ermutigen, mit Jesus zu leben, sei es auf dem Surfbrett, dem Skateboard oder im Alltag mit beiden Beinen auf dem Boden.

    Mehr als ein Zwischenstopp
    Jetzt sind wir aber noch hier in der Mühle und versuchen uns hier einzubringen. Am Anfang war es uns gar nicht so recht, noch mal einen Stopp einzulegen, doch wir profitieren sehr davon. Wir sind in der Öffentlichkeitsarbeit eingeteilt und springen bei Bedarf auch in anderen Bereichen ein. Alles was anfällt eben. Ich (Mia) habe Grafiken für den Global Food Garden gezeichnet, die unter anderem für die neue Broschüre des Projektes verwendet wurden. Es war schön, zu sehen, dass die Zeichnungen in dem Prozess, den Global Food Garden bekannt zu machen und zu erklären, hilfreich waren.
    Da Dustin gelernter Mediengestalter ist, unterstützt er die Öffentlichkeitsarbeit in der OM Zentrale im Bereich „Video“. Um mehr Menschen auf das Thema Mission und verschiedene Arbeitsbereiche aufmerksam zu machen, wurden Projektclips mit deutschen Untertiteln versehen, ein Teaser über das Einführungsseminar (EFS) erstellt, sowie ein lustiger Film über die Logos Hope und den Wechsel der Generatoren während des Power-Up-Projekts produziert.
    Auch bei praktischen Aufgaben, wie Pflanzen umsetzen oder streichen waren wir schon dabei. Es ist toll, dass wir unsere Gaben einsetzen können und gleichzeitig die Mitarbeiter hier besser kennenlernen. Es ist schön, wenn man Gesichter zu den vielen Namen im Kopf hat, mit denen man E-Mails schreibt und Manches planen muss.

    Gott trägt
    Wir haben in den letzten Wochen und Monaten erlebt, dass Gott uns trägt und uns Schritt für Schritt vorbereitet auf das was kommt – was auch immer das sein mag.


  • Eine Gemeinde in Moldawien

    1.12.2014

    Eine Gemeinde in Moldawien

    Am Sonntagmorgen, dem 3.August 2014 war es soweit: Von Obertshausen machten sich sechs Familien mit insgesamt 14 Kindern und zwei Männer auf den knapp dreistündigen Flug in die ca. 2000 km entfernt liegende moldawische Hauptstadt Kischinau. Über acht Wochen hatten wir uns auf diesen besonderen Urlaub vorbereitet: Nicht mit Prospekten blättern und Ausflugszielen suchen, sondern durch das Studium von Verhaltensregeln, dem Einüben von Redewendungen, biblischen Geschichten und Kinderliedern. In unseren Urlaubswochen wollten wir nach Moldawien, um in diesem ärmsten Land Europas die dortigen Kinder mit Spielaktionen und biblischen Geschichten zu begeistern und einen Kinderspielplatz mit Kletterturm, Rutsche, Schaukel und Wippe zu bauen!

     

    Wir alle hatten so etwas noch nie gemacht, unsere Kinder nicht und auch nicht wir Erwachsenen. Aber wir sind auf eine Organisation gestoßen, ein christliches Hilfs- und Missionswerk, OM Deutschland. OM hat uns zu dieser Reise ermutigt und wollte auch dafür sorgen, dass wir in diesen 14 Tagen bei moldawischen Familien Unterkunft finden, und angeleitet werden, diese Aufgabe zu meistern.

     

    Und OM hielt Wort: am Flughafen wurden wir freundlich mit Schildern begrüßt und im Kleinbus nach Kischinau in die Zentrale von OM Moldawien gebracht. Die ersten beiden Tage galten noch einmal der Vorbereitung, dann machten wir uns in zwei Kleinbussen auf eine mehrstündige Reise. Über holprige Straßen fuhren wir mit unserem Gepäck und wertvollem Bauwerkzeug in den Norden, nach Transnistrien, genauer nach Soldanesti, einer Kleinstadt, in der, die seit 15 Jahren bestehende kleine evangelische Gemeinde unser Gastgeber war.

    Untergebracht waren wir außerhalb der Stadt in einem ziemlich idyllischen Feriendorf mit Schlafsälen im Stil der 1950er, Waschbecken an der frischen Luft und Plumpsklos im halben Dutzend. Am nächsten Morgen mussten wir ein halbstündiger Fußmarsch zum Stadtzentrum zurücklegen, wo uns alle ein leckeres Frühstück, mit Speck, Käse und Ei erwartet. Wir kräftigten uns, denn für die nächsten fünf Tage hieß es: Erde ausheben für die Fundamente der Spielgeräte, zimmern und hämmern, schweißen und streichen, Wasser aus dem Brunnen holen und in Schubkarren Zement mischen. Während vor allem die Männer der Gruppe die groben Arbeiten erledigten, griffen Frauen und Kinder zu Pinseln und Farbeimern oder begannen mit den neugierig herbeigelaufenen Kindern erste Spiele. Tag um Tag wurden es mehr: An Ende waren fast 100 da, die beäugten, was wir da schafften, die gerne Ball spielten (Volleyball allen voran) und Staffelwettkämpfe machten. Und die sich auch unsere mitgebrachten biblischen Geschichten vortragen liesen.

     

    Richtig, in Moldawien wird Rumänisch gesprochen und das sprechen wir nicht. Aber von Kischinau sind Spiridon und Stefanie mitgereist, zwei erfahrene Kindermissionare von OM, die uns übersetzten und anleiteten. Mit dabei war auch Kristina, gebürtig aus Kischinau, die fließend Englisch spricht und auf diese Weise das (missionarische) Gespräch mit der einheimischen Bevölkerung ermöglichte. Und wir hatten Petru: Der Handwerker, der weiß, wie man einen Spielplatz baut, und der zeigt, wie eine Kreissäge und eine Flex zum Einsatz kommen. Der einen Plan hat, und uns immer da einplant, wo Hilfe gebraucht wurde.

     

    Und nach fünf Tagen konnte der Spielplatz dann unter großem Jubel eingeweiht werden: Auch wenn der Bürgermeister, der sich angesagt hatte, am Ende doch nicht gekommen ist – in der Stadt sind wir in dieser Woche das Gesprächsthema Nummer eins gewesen. So etwas hatte es noch nicht gegeben: Deutsche Familien, die nach Moldawien kommen, um bei 35 Grad einen Spielplatz zu bauen, mit Kindern zu spielen und von Jesus zu erzählen. Viele Eltern oder Großeltern kamen mit ihren Kindern und erlebten mit, wie unser jüngstes Mitglied, Filipe Grothe, das Band durchschnitt und den Spielplatz feierlich eröffnete.

     

    Gleich am folgenden Tag, einem Samstag, ging es weiter Richtung Südwesten, in die Nähe der Grenze zu Rumänien. Pastor Victor und Pastor Nicu sind hier zu Hause. Am Sonntag feierten wir gemeinsam Gottesdienst, insgesamt fünfmal, mal traditionellerund mal moderner mit uns bekannten Lobpreisliedern, die auch in Moldawien bekannt und beliebt sind.

    Von Montag an waren wir dann in Nisporeni, der Kreisstadt, auf einem kleinen Kunstrasenplatz mitten im unwegsamen Gelände der Stadt. Wir hatten Spielgeräte, Bibelgeschichten und Süßes dabei: Kinder kamen, spielten mit, hörten zu, schlossen Freundschaft.

     

    In den Kleinbussen, in denen wir angereist waren (in einen Neun-Sitzer passen gut und gerne 20 von uns!), hatten wir auch Lebensmittelpakete, Kleidersäcke und Schuhe geladen. Immer wieder machten sich kleinere Trupps auf dem Weg in die Stadt, um bedürftige junge Familien oder auch ganz Alte zu besuchen, die auf Hilfe angewiesen sind. Die Arbeitslosigkeit liegt in manchen Städten bei 80 %, und für alte Menschen gibt es nur eine kleine Rente, mit der kein teures Brennmaterial für den Winter gekauft werden kann.

    Wir klopften an Türen, waren willkommene Gäste an Orten und in Häusern, die nach Abbruch schreien und doch Obdach bieten, manchmal sogar ein Zimmer einer mehr als zehn(!)-köpfigen Familie.

     

    An den Nachmittagen wechselten wir unseren Standort: Ein Fußballfeld weit außerhalb der Stadt – mit Gänsen im Tor, einem Pferd auf Rechtsaußen und zwei schlafenden Kühen – diente als Anlaufstelle für unsere kleinen Gäste, die mit Kleinbussen kamen oder auch zu Fuß, manchmal von der Mutter und oft von der Großmutter begleitet wurden.

    Das ist Moldawien 2014: Über 1 Million Moldawier verdienen ihr Geld außer Landes und lassen die Kinder zurück. Oft in der Obhut der Großeltern – wenn es gut geht.

    Es gibt aber auch Straßenkinder, manche waren von zuhause, wo der Alkohol und Gewalt den Alltag bestimmen, geflohen. Auch sie begegneten uns, rührten unsere Herzen an. Wir halfen, wo wir konnten.

     

    Auf dem Fußballfeld erzählten wir wieder von Jesus, auch hier wurden wir bestaunt, weil wir als ganze Familien unterwegs waren – nicht zerrissen und in allen Winde zerstreut.

    Am letzten Tag überraschten uns unsere Gastgeber um die Pastoren Victor und Nicu mit einem Ausflug an einen Badesee. Die Warnschilder verboten zwar das Baden, aber viele von uns suchten die Abkühlung im Wasser, während unsere moldawischen Gastgeber frischen Krautsalat und ein gegrilltes Lamm zubereiteten. Urplötzlich trabte eine Kuhherde auf den See zu und watete schließlich an den verdutzten Badenden vorbei durchs seichte Wasser. Alles ging gut.

     

    Als wir am Freitag wieder in Kischinau bei OM ankamen, wurde uns klar, was wir alles in diesen zwei Wochen erlebt hatten. Mehr noch: Wie wir als Familien auf die gewirkt haben müssen, die keine Familien mehr sind. Und wir fragten uns: Wohin wird ein Land steuern, dessen Kinder ohne Vater oder ohne Mutter – nicht selten auch ohne beide – aufwachsen müssen, weil Moldawien selbst keine oder doch nur wenig Einkommensmöglichkeiten bietet, und die, die Arbeit suchen, als Saisonarbeiter nach Italien usw. treibt?

    Die Pastoren jedenfalls baten uns bis zuletzt: Kommt wieder!

  • Der Global Food Garden im Fernsehen

    10.11.2014

    Der Global Food Garden im Fernsehen


    Mitte September war der ERF bei uns in der OM-Deetken-Mühle und hat eine kurze Reportage über den Global Food Garden gedreht. Gestern wurde der Beitrag im Rahmen der Sendung "Gott sei Dank" ausgestrahlt. In der ERF-Mediathek ist die Sendung verfügbar (Gleich der erste Beitrag ist der Global Food Garden):


    http://www.erf.de/fernsehen/gott-sei-dank/schwerter-zu-pflugscharen/8202-336





  • Sommereinsatz in Montenegro

    29.09.2014

    Sommereinsatz in Montenegro

    Sommerzeit ist Urlaubszeit – aber anstatt nur am Strand zu liegen flog Cornelia B. zu einem Kurzeinsatz nach Montenegro. Cornelia arbeitet bei OM Deutschland in der Personalabteilung und beantwortet dort vor allem die Erstanfragen potenzieller Mitarbeiter. Diesen Sommer war sie für zwei Wochen in Montenegro und arbeite bei einem Programm für Kinder mit. Auf dem Mühlenblog berichtet sie von ihrer Reise:
    „Am 3. August ging es los. Nach etwas Chaos (wegen eines Zugunglücks in Mannheim war der Zugverkehr immer noch eingeschränkt und dann gab es noch eine Bombendrohung am Frankfurter Flughafen) bin ich gut in Montenegro angekommen. Am nächsten Tag starteten wir mit einem kurzen Kennenlernen und dann begannen die Vorbereitungen für den Einsatz mit den Kindern. Der Einsatz fand in einem kleinen Wäldchen am Strand statt. Es ging um die Josefs-Geschichte, wie er verkauft wurde und dann in Ägypten zu einem angesehen Mann wurde. Gott sei Dank geht die Geschichte gut aus und es gibt am Ende Versöhnung mit seinen Brüdern. Wir spielten Teile der Geschichte mit Handpuppen vor.
    Die meisten vom OM-Team sprechen montenegrinisch/serbisch und sie haben uns beim Programm übersetzt. Täglich kamen ca. 40 Kinder und auch ihre Eltern und Großeltern schauten zum Teil zu. Die Kinder waren sehr offen und freuten sich über das Programm. Es gab einige nette Begegnungen. Ich hatte z. B. Kontakt zu einem fünfjährigen Mädchen aus Wien, deren Oma aus Serbien ist. Mit beiden konnte ich Deutsch sprechen. Zum Mittagessen sind wir zurück in die OM-Zentrale und haben anschließend das Programm ausgewertet und den nächsten Tag vorbereitet.
    Abends hatten wir zum Teil auch Veranstaltungen. Wir waren z. B. beim „Sprachcafé“ dabei. Beim zweiten Mal durfte ich das Programm leiten und mit den Gästen deutsche Grammatik üben. Das war so spontan eine echte Herausforderung … Am letzten Nachmittag war ich bei einem Besuch im Roma Camp dabei. Das war auch sehr eindrücklich. Es hat mich betroffen gemacht, wie arm diese Menschen sind und in welch krassen Umständen sie leben. Kinder mit 14 sind schon unter Drogen und jüngere trinken am Nachmittag Bier! Das Team bringt ihnen öfters Sachen wie Windeln und Lebensmittel vorbei. Und sie bringen den Kindern auf ganz einfache Art Lesen und Schreiben bei.
    Ich könnte noch viel schreiben, es waren sehr viele interessante Eindrücke! Ich bin echt dankbar, dass ich diesen Einsatz mitmachen konnte. Gerne könnt ihr für die Teamleiter dort beten, sie haben wirklich viel zu tun und brauchen einen langen Atem. Das Team ist mit ca. 10 Personen nicht sehr groß und es gibt immer wieder Wechsel.“
    Möchtest du auch einen Kurzeinsatz machen? Dann informiere dich hier oder schreibe uns eine E-Mail.

  • Ein „KFZ-Elektronik-Grundkurs“ in Sambia

    23.09.2014

    Ein „KFZ-Elektronik-Grundkurs“ in Sambia

    Richard Zeier und Noel, Mitarbeiter bei OM Sambia
    Richard Zeier ist KFZ-Meister und Lehrer an der Gewerbeschule Mosbach. Seit einigen Jahren fliegt er mit seiner Frau Birgit in den Sommerferien nach Sambia. Dort arbeiten sie in verschiedenen Projekten – vor allem helfen sie in mobilen Kliniken und reparieren deren Autos. In dieser Zeit reifte der Gedanke: „Warum nicht Sambier in KFZ-Technik ausbilden?“ Gedacht, geplant und umgesetzt könnte man die nächsten Schritte zusammenfassen. Im Folgenden berichtet Richard ausführlich über diese Schritte:
    „Sambia, 19.00 Uhr. Die Sonne ist längst untergegangen, es ist stockdunkel, Straßenlaternen gibt es kaum. Dafür jede Menge Fahrzeuge ohne Beleuchtung und falls doch, blenden sie den Gegenverkehr. Tagsüber ziehen Fahrzeuge Rauchsäulen hinter sich her, viele sind nicht verkehrssicher. Der gerade eingeführte TÜV wurde von höchster Stelle wieder zurückgenommen. Das ist Alltag auf Sambias Straßen. Leider auch Alltag für die mobilen Kliniken, auf ihrem gefährlichen Weg zu Kranken, Müttern und Kindern.
    Also mussten wir Messgeräte, Diagnosecomputer und reichlich Anschauungsmaterial besorgen. Dank großzügiger Unterstützung verschiedener Organisationen, Schulen, Firmen und Einzelpersonen bekamen wir alles zusammen. Nun fehlte nur noch die Logistik vor Ort. Hier war ,Chreso Ministries‘ in Lusaka ein verlässlicher Partner. Werbung, Organisation, Schulräume, Verpflegung und Zertifikate wurden zur Verfügung gestellt.
    Kaum war der ,KFZ-Elektro-Grundkurs‘ bekannt gegeben, war er schon innerhalb kürzester Zeit restlos ausgebucht. Wir konnten nicht einmal alle Anmeldungen berücksichtigten. Und dann starteten sechs Tage mit je acht Schulstunden Wissenstransfer. Die Klasse, bestehend aus zehn Selbstständigen, zehn Fuhrparkleitern und weiteren neun, in verschiedenen Anstellungen stehenden Mechanikern, nahm hoch motiviert und sehr interessiert am Kurs teil.
    Praktischer Unterricht am Auto
    Elektrotechnische Grundlagen, Messungen mit Multimetern, Lesen von Schaltplänen, Energieversorgungs- und Startsysteme sowie Überprüfungen von Gebersignalen waren die Kursinhalte. Obwohl mache der Teilnehmer schon seit Jahren in der Materie arbeiten und einige Vorkenntnisse hatten, ging so manchem Teilnehmer ein ,Licht‘ auf. Immer wieder war der Begriff ‚Eye Opend (Auge geöffnet – ich hab’s verstanden)‘ zu hören, ein Beweis für den Wissenszuwachs in ihrem Fachgebiet. Um das Gelernte sofort in die Praxis umzusetzen, wurde von den Schülern so manches Fahrzeug diagnostiziert und auch gleich repariert.
    Leider gingen die Schulungstage viel zu schnell vorüber. Viele Fachfragen sind offengeblieben, viel ist noch zu lernen. Um Ausbildungsprojekte wie dieses nachhaltig zu gestalten, sind qualifizierte Lehrer in Sambia nötig. Hier konnten bereits Weichen gestellt und Personen gefunden werden, damit noch viele Schülerinnen und Schüler in den Genuss einer qualifizierten Ausbildung kommen können.
    Wir sind nun wieder zu Hause. Was ist in Sambia geblieben? Schüler, vollgepackt mit dem Wissen einer Lehrgangswoche in KFZ-Elektrik und der Verantwortung, durch die Umsetzung des Gelernten zur Verkehrssicherheit auf Sambias Straßen beizutragen.“
    „Diese Woche war wirklich eine gute Zeit!“, lautet Richards Fazit. „Jetzt traue ich mich auch an komplexerer elektronische Probleme und konnte schon einige Fehler in Schaltungen beheben“, schreibt Kayombo, einer der Teilnehmer. „Schade, dass der Kurs nicht länger dauerte, dann hätte ich noch mehr über KFZ-Elektronik lernen können!“
    Mit OM Deutschland und der weltweiten OM-Arbeit ist Richard, ein gebürtiger Mosbacher, schon lange freundschaftlich verbunden. Darum freuten wir OM-Mitarbeiter in Deutschland uns, als Richard anfragte, ob ein Mitarbeiter von OM Sambia an dem Kurs teilnehmen möchte. Wir konnten von hier organisieren, dass Noel an dieser Schulung teilnehmen konnte. Solche Geschichten erfreuen, ermutigen und motivieren uns sehr in unserer Arbeit hier in der Mühle!

  • Gemüseanbau an der Wand

    25.08.2014

    Gemüseanbau an der Wand Von der Salaternte in der Kuppel auf der Mühleninsel haben wir ja bereits berichtet. Aber unter der Kuppel wächst noch mehr als verschiedene Salatsorten. Die OM-Mitarbeiter dort testen auch, wie sich unterschiedliche Gemüsearten im Hydroponik-System verhalten. So wachsen dort nun zum Beispiel Tomaten, Gurken, Paprika und Kohlrabi. Aber auch der Anbau von Erdbeeren wurde ausprobiert. Die Pflanzen tragen nun bereits Früchte, was für alle Beteiligen ein schönes Erfolgserlebnis ist. Probleme bereitete vor allem die optimale Wuchrichtung für die Pflanzen. Da sie an der Wand oder in luftigen Höhen wuchsen, hingen sie schon bald buchstäblich in der Luft. Aber mit verschiedenen Seilen konnten sie befestigt werden und das Gewicht ihrer Früchte tragen.

  • Erste vier herausfordernde, aber auch schöne Tage für die Ride2Transform-Radfahrer

    21.07.2014

    Erste vier herausfordernde, aber auch schöne Tage für die Ride2Transform-Radfahrer



    Die vier Ride2Transform-Radfahrer sind gestern, am vierten Tag ihrer Tour, in Lucca, einer alten, schönen Stadt in der Toskana angekommen. Die letzten Tage waren für sie herausfordernd, aber auch sehr schön. Unter anderem kämpften sie mit der großen Hitze mit bis zu 40° C und sie erklommen mit dem Pass della Cisa, 1041 m hoch, den höchsten Punkt der Tour. Dabei trafen sie viele andere Radfahrer und auf der Passhöhe waren sie zu einer beachtlichen Gruppe angewachsen. Auch alle Kirchengemeinden, die sie jeweils am Abend besuchen, heißen die Radfahrer herzlich willkommen und versorgen sie mit leckerem Essen. Anschließend haben sie Zeit, um gemeinsam mit den Gemeinden Gott zu loben, sich vorzustellen und darüber zu berichten, warum sie mit den Fahrrädern unterwegs sind: vor allem, um auf die Situation syrischer Flüchtlinge aufmerksam zu machen und Geld für sie zu sammeln.

    Heute und morgen sind die beiden letzten Etappen von Ride2Transform, bis sie in Rom bei der Transform-Konferenz ankommen – noch insgesamt 400 km. Bitte betet weiterhin für die Radfahrer, für genügend Kraft, Bewahrung und gute Begegnungen mit den Menschen, die sie treffen.

  • Fische im Global Food Garden produzieren Dünger für die Pflanzen

    17.07.2014

    Fische im Global Food Garden produzieren Dünger für die Pflanzen Die Fische liefern die Nährstoffe für die Pflanzen im Aeroponik-System. Das Gemüse wird hydroponisch angebaut, was bedeutet, dass das Gemüse die Nährstoffe aus dem Wasser aufnimmt statt aus der Erde. Das Gemüse ist mit dem Aquarium so verbunden, dass das Wasser aus dem Aquarium zum Gemüse fließt und von dort wieder zurück. Bakterien wandeln das schädliche Ammoniak, dass die Fische ausscheiden, in Nitrat um, was ein sehr guter Stickstoffdünger für die Pflanzen ist. Die Pflanzen nutzen die Nährstoffe, die mit dem Fischfutter in das System gelangen, zum Wachsen und sie säubern dadurch das Wasser für die Fische. Somit ist es ein geschlossener Kreislauf und es wird sehr wenig Wasser verbraucht.

     

  • Die erste Ernte!

    27.06.2014

    Die erste Ernte! Nun ist es soweit. Der erste Salat wurde in der Kuppel auf der Mühleninsel geerntet. „Ich bin echt begeistert, dass wir schon so bald den Salat ernten konnten. Seit Beginn des Aufbaus sind gerade einmal 28 Tage vergangen!“, erzählt Matthias, einer der Mitarbeiter. „Und wir freuen uns, dass wir damit auch den OM-Mitarbeitern in der Mühle etwas gutes tun konnten und sie einen ganz frischen Salat zum Mittagessen haben.“. „Das Ganze ist ja ein Versuchsprojekt. Darum haben wir uns schon sehr darüber gefreut, dass der Salat so gut gewachsen ist und wir ihn ernten können“, ergänzte Robin, ein anderer Mitarbeiter. Die Küchenmitarbeiterinnen konnten sich von den verschiedenen Salatsorten die reifen aussuchen. Neben Kopf- und Endiviensalat, sind auch die Schnittsalate wie Rucola und Lollo Rosso und Kräuter wie Basilikum und Schnittlauch erntereif. Zum Mittagessen in der Mühle gab es dann den frischen Salat und alle waren sich einig: „Der Salat ist echt lecker!“

  • Fortschritte

    18.06.2014

    Fortschritte Heute gibt es einfach ein paar grüne Impressionen aus der Kuppel. Der Salat im Gartenbauprojekt auf der Mühleninsel gedeiht und wird größer und grüner. Die Mitarbeiter sind gespannt, wie der Salat schmecken wird und ob sich das Gemüse auch so prächtig entwickelt wie die verschiedenen Salatsorten. Des Weiteren kann sich OM-Mitarbeiter Robin über erste Erfolge bei der Aufzucht der Setzlinge freuen.



  • Der Salat wächst!

    11.06.2014

    Der Salat wächst! So langsam wird es unter der Kuppel unseres Projektes immer grüner. Mittlerweile sind alle Pflanzen da und werden größer. „Erste Probleme hatten wir mit der Nährstoffversorgung im Wasser“, berichtet Mitarbeiter Humberto. „Die Salatpflanzen wuchsen prächtig, aber sie bekamen kein volles Grün. Das konnten wir nun ändern und unsere Systeme besser einstellen.“ Die Regulierung der Nährstoffe und die Wiederaufbereitung des Wassers sollen in Zukunft von Fischen übernommen werden. Um diesen Vorgang zu testen, werden in den nächsten Wochen auch noch 50 Fische in den Wassertank der Kuppel auf der Mühleninsel einziehen.

          

  • Wenn ich geh ...

    10.06.2014

    Franzi geht in diesem Sommer auf einen Kurzeinsatz nach Irland. Und um ihr Jahr in Irland vorzustellen, hat sie dieses kreative Video gedreht. Wer also noch Inspiration braucht, um seinen Missionseinsatz mit OM seiner Gemeinde, Familie, seinen Freunden oder (potenziellen) Unterstützern vorzustellen, darf gerne Franzis kreative Idee nutzen.Wir freuen uns über bunte, lustige, musikalische, rhythmische, verrückte oder ganz normale Ideen, in denen ihr euren Einsatz vorstellt. Gerne könnt ihr diese auch an uns schicken. Gottes Segen bei den letzten Vorbereitungen wünscht das OM Deutschland Team aus der Mühle!

  • Die ersten Pflanzen sind da!

    5.06.2014

    Die ersten Pflanzen sind da! Im Gartenprojekt konnten die ersten Pflanzen in die Systeme eingepflanzt werden. Verschiedene Salat- und Gemüsesorten wachsen nun auf der Mühleninsel. „Zunächst mussten wir die Setzlinge aber von der Erde befreien, den in Deutschland werden Setzlinge nur in Erde verkauft“, berichtet Mitarbeiter Robin. „Wir wollen aber auch unsere eigenen Setzlinge ziehen und dann mit ihnen unsere Systeme ausprobieren.“ Nun warten alle gespannt, wie der Salat und das Gemüse ohne Erde, dafür mit Nährstoffen im Wasser, wachsen wird. Auch können jetzt noch die Wasserversorgungssysteme optimiert und weiter getestet werden. Das ganze Team von OM Deutschland ist gespannt, wie sich der Salat entwickelt und ob nun auch kritische Nachfragen zu schräg wachsenden Salatköpfen eine zufriedenstellende Antwort bekommen.
      

  • Innenausbau im Garten-Projekt auf der Mühleninsel

    28.05.2014

    Innenausbau im Garten-Projekt auf der Mühleninsel Im letzten Eintrag habt ihr erste Informationen über das Garten-Projekt auf der Mühleninsel gelesen. In den folgenden Wochen stellen wir auf dem Mühlenblog weitere Informationen dazu zusammen. Nachdem die Kuppel im Schnelldurchgang aufgebaut wurde, begann der Innenausbau. Es sollen verschiedene Systeme getestet werden. Die Mitarbeiter wollen Besonderheiten der Systeme herausfinden und lernen, auf was sie achten müssen. 
    Der Aufbau der verschiedenen Systeme:

     
     

Suchen und Finden

globalexpress

Regelmäßig versenden wir Gebetsanliegen und Informationen rund um die weltweite OM-Arbeit per E-Mail.

 

Jetzt abonNieren

Geben2

 

Facebook Fanpage