Leben verändern – Gesellschaft gestalten

Neuigkeiten

Kunst als Werkzeug der Wiederherstellung und Versöhnung

Knapp 60 Künstler kamen vom 8. bis 12. Mai 2013 zum 2. Kunst-Forum bei OM Deutschland in Mosbach zusammen. Neben Vorträgen von Dr. Colin Harbinson (Kanada) am Vormittag zum Thema Kunst in Gemeinde und Mission gab es nachmittags viel Zeit zum Kunst schaffen. In den fünf Workshops der Bereiche Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik, Foto und Film bekamen die Künstler neue Impulse, tauschten Erfahrungen aus und schafften Kunst.
Kunst-Forum 2013 Bildende Kunst OM„Das Kunst-Forum ist eine besondere Gelegenheit für Kunstschaffende, sich kreativ zu äußern, und ich staune, mit wie viel Freiheit das hier wahrgenommen wird“, berichtet Hartmuth Hanisch, Hauptinitiator des Kunst-Forums und verantwortlich für OM Arts in Europa. „Wir stellen fest, dass heute die Künste wieder neu beachtet werden, besonders in Gemeinde und Kirche. OM Arts möchte ein Vernetztsein von verschiedenen Kunstformen und Künstlern ermöglichen und Mut machen, gemeinsam die Vision zu teilen, dass Kunst hinaus in die Gesellschaft, in die Kultur muss.“
Der Referent Dr. Colin Harbinson, der in den Bereichen Kunst, Bildung und Mission seit 40 Jahren aktiv ist, sprach in seinen Vorträgen am Vormittag über den Dienst der Wiederherstellung und der Versöhnung: „Wir leben in einer Welt, in der vieles verletzt und zerbrochen ist. Gott als der größte Restorator will diese zerbrochene Welt wiederherstellen und Versöhnung bringen. Uns Christen beruft er zu Botschaftern der Versöhnung, damit wir vier Worte weitergeben: ‚Seid versöhnt mit Gott.’ Das wollen wir auch durch die Kunst ausdrücken: Gottes Herz für Wiederherstellung und Versöhnung.“
Beim „Fest der Talente“ am Samstagabend stellten die Künstler aus den fünf Workshops der interessierten Öffentlichkeit vor, was sie während des Kunst-Forums an Kunst geschaffen hatten. Im gestalterischen Bereich entstanden wunderschöne Gemälde. Die darstellenden Künstler führten drei kurze humorvolle wie auch dramatische Theaterstücke auf. Die Musiker spielten verschiedene Stücke von Klassik über Jazz bis hin zu Pop. Die Fotografen zeigten einige ihrer Aufnahmen und die Filmgruppe präsentierte einen kurzen Werbefilm über das Kunst-Forum.

Kunst-Forum 2013 Darstellende Kunst OMFür die fünf Workshops konnten die Veranstalter des Kunst-Forums, OM Deutschland und OM Arts (der Kunstbereich von OM International), hochkarätige Workshopleiter engagieren: Anja Schäfer, Theaterwissenschaftlerin und Theaterpädagogin, leitete den Workshop Darstellende Kunst, Jonny Pechstein, Pianist, Profimusiker und Produzent, den Musikworkshop, Samuel Hanisch, Kommunikationsdesign-Student den Fotoworkshop, Henrik Weber, Kameramann und Absolvent einer Londoner Filmschule, den Filmworkshop sowie Hartmuth Hanisch, Pastor, Mentor und Maler den Workshop Bildende Kunst.
Das Konzert mit Bill Drake (USA) und Band, unter anderen auch Katja Zimmermann (Gummersbach), fand am Freitagabend im Rahmen des Kunst-Forums statt. Der Abend bot gute Musik, ausdrucksstarken Tanz, nachdenklich stimmende Videos und tiefgehende Impulse. Bill Drake sprach über inneren Zerbruch, Heilung und Versöhnung und erzählte dazu über eigene schwierige Erfahrungen. Auch er forderte die Besucher am Ende des Abends auf, den Auftrag Gottes an jeden Christen zu leben, wie es Paulus in 2. Korinther 5,20 schreibt: ein Botschafter der Versöhnung zu sein.

 


Weitere Informationen zum Kunst-Forum 2013:

 

Montag, 13. Mai 2013

   

Klettertour gegen die moderne Sklaverei beendet

2013 Freedom Climb Climbers with Mt Everest in the backgroundbNachdem die Frauen des Freedom Climbs (Freiheits-Besteigung) gegen Krankheit, Kälte, Erschöpfung und Höhenmeter angekämpft hatten, kehrten sie alle am 23. April 2013 sicher nach Katmandu zurück. 24 der 45 Bergsteigerinnen schafften es während der 14-tägigen Tour bis an die Spitze des Kala Patthar und 16 erreichten das Ama Damblam Basecamp. Selbst wenn die Frauen es aufgrund von Schwierigkeiten mit den extremen Höhenlagen nicht bis zum Mt. Everest Basecamp schafften und sie harte Umstände vor sich hatten, verloren sie das Ziel, für das sie kletterten, nicht aus den Augen: Frauen und Kinder auf der ganzen Welt, die versklavt und unterdrückt werden.
 
„Eine Sache, die ich aus dieser Erfahrung gelernt habe, ist die, dass es für starke Menschen sehr wichtig ist, den schwachen zu helfen“, sagte Jo Ann Himmel, eine der Kletterinnen aus Texas, USA. „Ich brauchte das. Ich habe Probleme mit den Knien, deshalb brauchte ich beim Abstieg Menschen an meiner Seite. Cathey Anderson blieb die ganze Zeit bei mir, obwohl sie ohne mich den Abstieg hätte viel schneller gehen können. Wenn wir an die Menschen denken, für die wir geklettert sind und wie sehr sie die Hilfe von Christen weltweit brauchen, müssen wir an ihrer Seite stehen.“
 
Sarah Bradfield, eine der Teilnehmerinnen aus Georgia, USA, und Grafikdesignerin bei OM USA, beschreibt die Schmerzen, die sie erlebte, symbolhaft für das, was versklavte und unterdrückte Frauen und Kinder jeden Tag erleben: „Die Gipfeletappe war sehr schwierig und körperlich anstrengend. Die ganze Zeit über dachte ich, dass dies wirklich symbolhaft für die Schwierigkeiten ist, durch welche die Frauen und Kinder gehen. Sicher war es eine andere Art an Schmerz, aber es war brutal. Wir wollten es hinter uns bekommen. Ganz anders als die Frauen und Kindern, die es nicht hinter sich bringen können und damit leben müssen. Ich denke, wir alle hatten sie in unseren Gedanken und Herzen, als wir kletterten.“
Die brasilianische Kletterin Ana Lucia Berndt da Luz bemerkte, wie sie Gottes Hilfe erleben durften: „Es war eine überwältigende Erfahrung. Wir konnten Gottes Hand über uns sehen, wie er uns bewahrte und mit allem versorgte. Viele von uns wurden krank, aber jeder verstand, dass unser Leiden uns mit den Menschen verbindet, für die wir klettern.“
Der Freedom Climb 2013 ist vorbei, doch nun hat die wirkliche Arbeit begonnen, weiter das Bewusstsein zu wecken und Unterstützung für die Frauen und Kinder dieser Welt zu bekommen, die versklavt, unterdrückt und als Ware gehandelt werden. 27 Millionen Menschen leben heutzutage in Sklaverei und die Aktion dieser Gruppe von Frauen kann helfen, diese Zahl jeden Tag etwas kleiner zu machen.

Donnerstag, 02. Mai 2013

   

Aufgewühlt durch ein Erdbeben in China

Pig farmingEin starkes Erdbeben in der Provinz Sichuan in China hat am 20. April 2013 über 100 Menschen getötet und mindestens 600 verletzt.
Der geologische Dienst der USA gab bekannt, dass das Zentrum des Bebens, das eine Stärke von 6,6 hatte, 50 km westlich der Stadt Linqiong lag. Der Vorfall brachte Erinnerungen an das verheerende Erdbeben hervor, das Sichuan 2008 getroffen hatte. Damals kamen mehr als 87 000 Menschen ums Leben.
Innerhalb von drei Stunden nachdem das Erdbeben ca. 180 km vom Pflegezentrum von OM China entfernt ausgebrochen war, wurde ein Team von vier Männern, die Erfahrung in Rettungs- und Hilfsarbeit haben, in das betroffene Gebiet entsandt um die Situation zu ermitteln. „Unser Plan ist es, zuerst den Gläubigen und ihren Familien zu helfen und dann mit ihnen daran zu arbeiten, andere Opfer zu erreichen.“, sagte der Feldleiter von OM China.
Ein zweites Team traf am Montagmorgen mit mehr Hilfsmitteln und Freiwilligen ein. Es ist sehr schwer, Zugang zu bekommen und Wasser und Elektrizität sind sehr eingeschränkt. Allen OMern in der Region, sowie die den Bewohnern und Mitarbeitern der Pflegestation geht es gut.
„Wir waren sowohl körperlich, als auch emotional geschockt durch das Beben.“, berichtet der Teamleiter von OM Westchina wenige Stunden nach dem Erdbeben. „Wir waren in unserer Wohnung auf dem 13. Stock des 18-stöckigen Wohnhauses. Das ganze Gebäude schwankte von Seite zu Seite, der Boden bebte. Ich flehte Gott an, uns zu retten. Es dauerte nur 10 Sekunden, aber das war lang genug um uns zu verängstigen. Später, nachdem die Erdstöße aufgehört hatten, rannten wir die Treppen hinunter. Ich hatte noch nie in meinem Leben solche Angst. Gott sei Dank, dass es uns allen gut geht, aber die Schäden sind beträchtlich. Wir treffen Vorbereitungen, um zu sehen, was wir tun können.“


Bitte beten Sie für Sicherheit und Bewahrung. Die Regensaison hat angefangen und es ist sehr nass. Beten Sie für die Mitarbeiter von OM China und die Freiwilligen, die in der Krisenregion helfen – für körperliche und emotionale Gesundheit, Sicherheit und Kraft. Beten Sie für Geldmittel, um gute Zelte zu kaufen sowie Decken für die kalten Nächte. Schweinefleisch, Gemüse und Hühner werden von dem Bio-Bauernhof von OM China gesponsert. Beten Sie für zusätzliche Mittel, um Wasser zu kaufen, Öl, Reis und andere Grundnahrungsmittel.


Wenn Sie die Hilfsarbeit von OM China auch finanziell unterstützen wollen, können Sie dies unter dem Kennwort „Erdbeben China“ tun. Informationen dazu und die Möglichkeit, auch online über PayPal oder per Online-Einzugsermächtigung zu geben, finden Sie hier.
Herzlichen Dank!

Donnerstag, 25. April 2013

   

OM Deutschland beruft Dieter Weißer zum Geschäftsführer

Dieter WeisserBei der Mitgliederversammlung des Trägervereins von OM Deutschland (Operation Mobilisation e. V.) am 13. April 2013 in Mosbach/Baden beriefen die Mitglieder Dieter Weißer einstimmig zum neuen Geschäftsführer. Er wird diese Rolle ab Mai 2013 übernehmen, da Steffen Zöge, der bisherige stellvertretende Leiter, OM Deutschland verlassen und eine internationale Aufgabe in OM übernehmen wird. „Ich freue mich sehr, dass wir mit Dieter Weißer einen kompetenten Geschäftsführer gefunden haben“, erklärt Tobias Schultz, der Leiter von OM Deutschland. „Durch seine langjährige Mitarbeit bei OM Deutschland kennt er die Arbeit bestens und wird neue Impulse setzen können.“
Dieter Weißers Laufbahn mit OM begann 1995, als er zusammen mit seiner Frau Andrea bis 1997 das damalige OM-Team in Berlin-Marzahn leitete. Der Diplom-Betriebswirt (FH) kam im Sommer 2006 zu OM Deutschland zurück und leitete seither die Verwaltung in der Mosbacher Zentrale. Als Geschäftsführer wird er nun in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Abteilungsleitern die Abteilungen Verwaltung, Gästebetrieb, Personal sowie Kurzeinsätze und TeenStreet übersehen. „Die Personalentwicklung unserer Mitarbeiter ist mir ein Hauptanliegen, denn sie sind unser größtes Kapital. Sie sollen gerne hier mitarbeiten und langfristig bleiben können“, sagt Dieter Weißer. „Als weiteren Schwerpunkt möchte ich den Gästebetrieb in der OM-Zentrale, der Deetken-Mühle, weiter ausbauen. Gäste, die hier ins Haus kommen, ob aus Gemeinden, von anderen Organisationen oder OM, sollen sich wohlfühlen. Sie sollen durch den Aufenthalt hier über Mission inspiriert werden und einen Blick bekommen, was Gott in der Welt tut.“
Steffen ZoegeSteffen Zöge und seine Frau Daniela kamen 1998 zu OM Deutschland. Zöge arbeitete bis 2006 in der TeenStreet-Abteilung, die er viele Jahre leitete. Seit 2003 gehört er zum Leitungsteam von OM Deutschland, seit 2009 in der Rolle als stellvertretender Leiter. Ab Sommer 2013 wird er zum erweiterten Leitungsteam von Lawrence Tong, dem neuen internationalen Direktor von OM, stoßen. „Mit Steffen Zöge verlieren wir bei OM Deutschland einen langjährigen, erfahrenen Leiter“, erklärt Tobias Schultz. „Doch seine neue Aufgabe im Team der internationalen OM-Leitung, sich um internationale Strukturfragen zu kümmern, passt sehr gut zu ihm, sodass er sein Wissen und seine Erfahrung für die weltweite OM-Arbeit einbringen kann.“

Dienstag, 16. April 2013

   

Freedom Climb: Klettertour gegen moderne Sklaverei

FreedomClimb2013Am 9. April 2013 begann eine Gruppe von 45 Frauen aus aller Welt ihren Aufstieg zum Mount Everest-Basislager in Nepal. Im Rahmen des „Freedom Climb“ (Freiheits-Besteigung), einer Initiative von OM International, wollen sie den Gipfel des Kala Patthar besteigen. Zwölf Tage lang klettern sie, um Geld zu sammeln und Aufmerksamkeit zu erregen für Frauen und Kinder weltweit, die versklavt, unterdrückt oder verschleppt werden. Denn moderne Sklaverei ist sehr real: 27 Millionen Menschen sind heutzutage gefangen in Ausbeutung, Zwangsarbeit oder Menschenhandel. So werden beispielsweise jede Minute zwei Kinder für sexuelle Ausbeutung verschleppt.
In diesen zwölf Tagen stehen die 45 Frauen vor Herausforderungen wie kalten Temperaturen, großen Höhenlagen und Erschöpfung. Jede von ihnen weiß, dass diese Besteigung nicht einfach sein wird, aber sie sind vereint in ihrem Ziel, Frauen und Kindern zu helfen, die in Sklaverei leben. Doch was nützen versklavten, unterdrückten und verschleppten Frauen und Kindern auf der ganzen Welt diese Gruppe an Frauen, die einen Berg besteigen? Der Freedom Climb möchte Aufmerksamkeit für ihre schrecklichen Umstände wecken und wirkt sich direkt auf sie aus, indem Geld für mehr als 20 OM-Projekte gesammelt wird. Diese Projekte bekämpfen Sklaverei und Unterdrückung, indem sie Frauen und Kindern durch Hilfe und Rehabilitation, Vorbeugung und Entwicklung neue Möglichkeiten geben. Letztes Jahr brachte der erste Freedom Climb – auf den Uhuru-Gipfel auf der Spitze des Kilimandscharo in Afrika – 380.000 Euro ein, die 3000 Frauen und Kindern in Indien, Kambodscha, Bangladesch, Sambia, Nepal, auf dem Balkan und in weiteren Ländern geholfen haben.

Marleen van Oers aus den Niederlanden arbeitet bei Aids Hope, einem Projekt von OM Südafrika in Mamelodi bei Pretoria. Dort kümmert sich die Lehrerin um Kinder, die von HIV/Aids betroffen oder infiziert sind. Sie hörte zum ersten Mal vom Freedom Climb, als sie letztes Jahr zum OM-Team in Afrika kam. Sie war beeindruckt von den Frauen, die den Kilimandscharo während der ersten Tour bestiegen, und betroffen von den Ausmaßen des Menschenhandels. Während eines Einsatzes in Südafrika traf sie ein Mädchen, das als Prostituierte arbeitete. Obwohl dieses Mädchen klug war, wurde sie betrogen und endete unverschuldet in einem Bordell. „Ich war tief berührt und hatte das Gefühl, etwas tun zu müssen, aber ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte“, sagt Marleen van Oers. „Ich betete und sagte Gott, dass ich bereit war zu tun, was immer er dachte, was ich für dieses Mädchen tun könnte, aber auch für alle Menschen, die dieselben Probleme haben.“

Manche der 45 Frauen haben diese Art von Treck schon einmal gemacht – manche bestiegen schon den Kilimandscharo letztes Jahr. Für andere jedoch ist diese Erfahrung komplett neu und außerhalb ihres gewohnten Lebens. Trotzdem hat sich jede Kletterin intensiv für die Tour vorbereitet. Sally Ababa, die mit OM auf den Philippinen arbeitet, ist mit einem Kollegen, einem professionellen Marathonläufer, Laufen gegangen. Für Marleen van Oers war die Vorbereitung eine Herausforderung, da sie sich nie besonders für Sport interessiert hat. So wanderte sie, so oft sie konnte, und baute sich so viele sportliche Aktivitäten in ihren Tagesablauf ein wie nur möglich.
Das Team des Freedom Climb weiß, dass dieses Erlebnis schwierig sein wird. Aber alle sind überzeugt, dass sie dadurch helfen können, Frauen und Kindern Freiheit für ihr Leben zu geben. Cathey Anderson von OM USA und Gründerin des Freedom Climb sagte: „Wenn wir Frauen, die versklavt sind, eine Hoffnung, eine Möglichkeit und eine Chance geben können, aus dieser Unterdrückung herauszusteigen, dann werden wir es tun.“
 
Weitere Informationen zu „The Freedom Climb“ mit aktuellen Berichten in Englisch unter www.thefreedomclimb.net.

Freitag, 12. April 2013

   

Philippinen: Slumkinder schließen Schule ab

SlumkinderSchulabschlussDer Fishport Kids Tutorial Club (Fishport-Kinderschulungsclub) wird schon vier Jahre lang vom christlichen Allianzzentrum in Manila, Philippinen, veranstaltet. Seitdem ist OM Philippinen ein aktiver Partner. Ein fünfjähriges Mädchen aus dem Programm erzählt: „Wenn ich groß bin, möchte ich Lehrerin werden.“ Ein Junge meint: „Ich will später mal Arzt sein.“ Hintereinander äußerten 19 Jungen und Mädchen ihre Träume, als sie zum Entgegennehmen ihrer Abschlusszeugnisse auf die Bühne gerufen wurden.

Am 21. März 2013 beendete der Fishport-Kinderschulungsclub das Schuljahr mit 19 Jungen und Mädchen, die in der Tagesbetreuung das Jahr erfolgreich abgeschlossen haben. Im bereits vierten Jahr, seit das Zentrum mit OM Philippinen als Partner eröffnet wurde, spielen und beten OM-Teams immer noch regelmäßig mit den Kindern. Auch Eltern, vor allem die Mütter der Kinder, können durch dieses Programm mit der Liebe Jesu erreicht werden.
„Da ich schon in den drei vorherigen Anfangsklassen mitgearbeitet habe, kann ich den Fortschritt der Kinder in ihrem Lernen und Verstehen bezeugen“, berichtet Jun, der Leiter von OM Philippinen. „Es ist begeisternd, zu sehen und zu hörn, wie die Kinder Worte buchstabieren. Ein Junge erzählte kürzlich seiner Mutter: ‚Mama, ich kann es!‘“
Bitte beten Sie für die Kinder, die im Juni in der Schulung beginnen. Beten Sie, dass Gottes Wort im Herz der Kinder wächst und er sie durch ihr Leben führt.

Donnerstag, 28. März 2013

   

Russland: Ein transsibirisches Abenteuer

TranssiberianAdventureEs gibt nur ein Land auf der Welt, in dem man zwölf Tage lang im Zug reisen kann und immer noch im selben Land bleibt. Anfang 2013 erlebten das sieben junge Leute bei einem Kurzeinsatz von OM Russland, als sie auf der transsibirischen Zugstrecke von St. Petersburg nach Wladiwostok unterwegs waren.
Ihr Anliegen war, möglichst vielen Mitreisenden von Jesus zu erzählen und lokale Gemeinden, die auf dem Weg lagen, durch Mithilfe bei Kinder- und Jugendprogrammen zu unterstützen.
Das internationale OM-Team kam aus Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden und Hong Kong zusammen, außerdem waren noch zwei Teammitglieder aus Russland dabei. Die Gruppe weckte das Interesse vieler Reisender, von denen viele noch nie mit einem Ausländer geredet hatten.
Während der Reise konnte das Team mit Mitreisenden über christliche Wahrheiten und ihre Überzeugungen reden. Ein junges Paar kannte die Bedeutung des Weihnachtsfestes nicht, war aber vom Gespräch sehr bewegt und bekam eine russische Bibel geschenkt.
Die Teammitglieder sahen Russland nicht nur aus dem Zugfenster, sondern bekamen auch einen Eindruck von der russischen Bevölkerung: Sie erfuhren ihre Geschichten, hörten von vielen Leben ohne Hoffnung und erlebten dennoch die große Gastfreundschaft und den geistigen Reichtum der russischen Bevölkerung.
„Ich habe Gottes Anwesenheit gespürt, egal wohin wir gegangen sind. Es war eine großartige Erfahrung“, sagte Sophie P. aus England nach der Reise. „Ich war überrascht, so viele Russen zu treffen, die noch nie in einer Bibel gelesen hatten, doch die Offenheit der Menschen für die Frohe Botschaft war groß. Jetzt fühle ich mich auch sicherer, wenn ich Nichtchristen von Jesus erzähle.“

Montag, 18. März 2013

   

OM beruft neuen internationalen Leiter

Peter Maiden überreicht die Zügel an Lawrence Tong.

 

Operation Mobilisation (OM), eine der weltweit größten Hilfs- und Missionsorganisationen, berief am 7. März 2013 in Bangkok, Thailand, einen neuen internationalen Direktor – erst der dritte in der fast 56-jährigen Geschichte des Werkes. Die Feier im Rahmen des internationalen Leitertreffens von OM war gefüllt mit Liedern und Tänzen eines afrikanischen Chores, Grußworte von anderen weltweiten Missionswerken und einer Erwartung, dass Gott die Arbeit weiterhin segnet, die 1957 begann. Neben Gebeten in Koreanisch, Hindi, Chinesisch und Portugiesisch durch OM- und andere Missionsleiter, betete George Verwer, der Gründer und erste internationale Direktor von OM, voller Begeisterung für den neuernannten Leiter Lawrence Tong.

 

Lawrence Susan Tong at ILM 2013 Bangkok ThailandLawrence Tong aus Singapur übernimmt die OM-Leitung von Peter Maiden (England), der seit 2003 diese Rolle eingenommen hat. Tong, der als Direktor des OM-Schiffes Logos II gedient und die OM-Arbeit in China aufgebaut und geleitet hat, wird die Verantwortung am 1. September 2013 übernehmen. „Ich freue mich, die Zügel an Lawrence Tong weiterreichen zu können. Ich denke, es ist die richtige Zeit für eine Person, die die nötigen Gaben hat und aus dem Globalen Süden kommt, um das Steuer der Organisation zu übernehmen“, sagte Maiden. „Lawrence Tong ist in ganz OM hoch angesehen und hat eine lange und vielfältige Geschichte mit uns. Ich habe vollstes Vertrauen in ihn und seine Frau Susan, wenn sie diese Rolle übernehmen.“
 
Peter Maiden at ILM 2013 Bangkok ThailandPeter Maidens Laufbahn mit OM erstreckt sich auf fast 40 Jahre. Er und seine Frau Win stießen 1974 zu OM und leiteten bis 1985 die Arbeit in Großbritannien, als er dann der erste stellvertretende internationale Direktor wurde. Maiden diente auch in vielen internationalen Verwaltungsräten. Er ist ein hoch angesehener internationaler Bibellehrer und Autor. Die Maidens haben drei verheiratete Kinder und acht Enkelkinder und sie freuen sich nun darauf, im Ruhestand mehr Zeit mit ihnen zu verbringen. Peter Maiden wird auch zukünftig als Bibellehrer und Autor gefragt sein und weiter einen wertvollen Beitrag für die weltweite OM-Arbeit leisten. „Es ist für Win und mich eine riesige Ehre und Freude gewesen, in dieser Rolle zu dienen. Wir haben ein hervorragendes Team um uns gehabt, dem wir zu großem Dank verpflichtet sind.“
 
Lawrence Tong verknüpft eine ansteckende Begeisterung sowohl für den Auftrag von OM wie auch für das Wohlbefinden der ganzen Mitarbeiter weltweit. Er traf seine amerikanische Frau Susan, als er auf dem OM-Schiff Doulos mitarbeitete. Sie heirateten 1989 und haben zwei erwachsene Söhne, auf die sie ‚außerordentlich stolz’ sind. Die geistliche Reise von Tong begann 1973 mit einer Entscheidung für Jesus bei einer evangelistischen Veranstaltung in Singapur. Er besuchte das OM-Schiff Logos, als es 1974 nach Singapur kam, und begann 1978 seine Mitarbeit an Bord der Doulos. Susan Tong kam 1979 zu OM und arbeitete in den darauffolgenden zehn Jahren in mehreren OM-Feldern mit, sowohl an Bord der Doulos wie auch mit Teams in Indien, Bangladesch und in den USA.
Lawrence Tongs Laufbahn als Leiter beinhaltet seinen Dienst im Trägerverein von OM Singapur von 1995 bis 2001, als Landesleiter von OM Taiwan von 1999 bis 2001, als Direktor der Logos II von 2001 bis 2005 und im Bereich finanzielle Entwicklung mit OM Schiffe im USA-Büro in Florence, South Carolina. Seit 2006 leitet Tong die schnellwachsende Arbeit von OM in China mit einem Schwerpunkt auf ein Pflegeheim für behinderte Menschen und landwirtschaftliche Projekte, die er und ein Team von lokalen Partnern in der Sichuan-Provinz nach dem Erdbeben in 2008 aufgebaut haben.
„Ich bin ein Schuldner des OM-Erbes, das mein Leben und meinen Dienst geformt hat. Die dienende Leitung so vieler, früherer und derzeitiger OM-Kollegen, inspiriert mich immer noch“, bemerkte Tong. „Mein Herzschlag ist es, OM zu ermutigen, wahrhaftig zu bleiben – zum Evangelium und zu unseren Grundwerten, wenn wir leidenschaftlich Hoffnung in das Leben von Männern und Frauen, Jungen und Mädchen in fast jedem Teil der Welt bringen. Für meinen Teil werde ich weitermachen und danach streben, OM das zurückzugeben, was Gott mir gegeben hat, sodass ich und wir gemeinsam, unsere Generation an OM-Mitarbeitern, selbst noch mehr seiner Berufung wert sein mögen.“
 
Im Zuge des internationalen Leitungswechsel wird Steffen Zöge, momentan stellvertretender Leiter von OM Deutschland, ab September 2013 im internationalen Leitungsteam von OM mitarbeiten.

Freitag, 08. März 2013

   

Extreme Sporteinsätze in Städten Europas

Sporteinsaetze„OM SportsLink eXtreme” und „YWAM (Jugend mit einer Mission) Freesports” arbeiten partnerschaftlich zusammen, um in europäischen Innenstädten eine einzigartige Möglichkeit für Einsätze zu schaffen. Die Jugend soll mit der vollkommenen Botschaft erreicht werden: Jesus rettet und ist kein Spaßverderber! Dazu stellt „Freesports” ein einmaliges Fahrzeug zur Verfügung.
„Über Extremsportarten kann man mit Menschen in Verbindung kommen, die eine Leidenschaft für Kreativität und extremes Risiko sowie Spaß im Freien haben“, sagt Brian A., der SportsLink eXtreme leitet. „Ich kann mir niemanden vorstellen, der das besser als Jesus gemacht hat. Er verbrachte drei Jahre mit seinen besten Freunden in ländlicher Gegend und vollbrachte Wunder, er brachte den Menschen tiefgreifende Lehren und Leben in Fülle (Joh. 10,10). Wir wollen mit unseren Einsätzen das Gleiche tun.”
Um die Jugend zu erreichen, benutzen sie ein Fahrzeug, das so außergewöhnlich wie die Botschaft ist: Ein ehemaliges Feuerwehrfahrzeug, das zu einem Eventtruck für Extremsportarten umgerüstet wurde.
Der Fokus beim Fahrzeug wird vor allem auf Skating und Parcours liegen. Man kann das Fahrzeug für verschiedene Sportveranstaltungen anpassen und mit einer Bühne, einer Gerüstinstallation für Parcours und einem Anhänger mit tragbaren Skateboard-Rampen ausgerüsten. Im Feuerwehrfahrzeug können acht Personen mitfahren,  sodass Fahrzeug und Team  gemeinsam in verschiede Städte reisen kann, um vor Ort ein Segen zu sein. Durch die Veranstaltungen und kleine Skateparks rund um das Fahrzeug  werden Gemeinden und Jugendgruppen ganz praktisch unterstützt. Außerdem wird Sportausrüstung verschenkt, sodass die Gemeinden mit eigenen Sportgruppen starten können.
Das Team hofft, dass durch die Einsätze von „SportsLink eXtreme” und „YWAM Freesports” viele Jugendliche von Jesus hören.

Mittwoch, 27. Februar 2013

   

Baby-Friedhof auf der Müllhalde bei Pretoria

Suedafrika-Muellarbeiterinnen

Patience Maselela und Ladia Ngobemi arbeiten bei der städtischen Abfallwirtschaft, etwa 30 km westlich von Pretoria in Südafrika. Beide Frauen haben schon die Leichen von Babys gesehen, die einfach in den Müll geworfen wurden – und dies schon seit Langem. „Seitdem ich hier arbeite, passiert das ständig. Deswegen brauchen wir Hilfe bei der Prävention und Aufklärung“, erklärt Ladia Ngobemi, eine Sekretärin, die seit neun Jahren in der städtischen Abfallwirtschaft arbeitet. „Wenn die Babys hierherkommen, sind sie schon tot.“

 

Die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft entdecken pro Woche ein bis zwei Babyleichen, was pro Jahr 100 tote Neugeborene macht. Darin enthalten sind nicht die Babys, die in Plastiksäcken „entsorgt“ werden, da diese nicht geöffnet werden. „Die Babys, die wir finden, sind meistens in Eimern, alten Rädern oder Containern“, erklärt Patience Maselela, eine Beraterin, die schon seit 20 Jahren bei der Abfallwirtschaft arbeitet. In den vergangenen fünf Jahren war jedes gefundene Baby bereits verstorben, doch vor fünf Jahren fand ein Mitarbeiter ein Baby außerhalb der Müllhalde. Das neugeborene Mädchen war in eine Plastiktüte eingewickelt und noch am Leben. Die Mitarbeiter riefen sofort einen Krankenwagen und das Mädchen überlebte entgegen aller Erwartungen.

 

Der Müll kommt aus den umliegenden Vierteln in Pretoria, die toten Babys kommen aber hauptsächlich aus Mamelodi, dem größten Township von Pretoria mit geschätzten einer Million Einwohnern. In Südafrika sind Abtreibungen legal und auf die Frage, ob die Babyleichen möglicherweise späte Abtreibungen sind, meint Ladia Ngobemi: „Es sind nicht die Abtreibungen. Meistens sind es die Frauen selbst und werfen die Babys weg. Die Babys bekommen dann keinen Sauerstoff mehr und können so nicht überleben. Wenn wir ein Baby finden, rufen wir immer die Polizei und sie kommen dann mit einem Leichenwagen. Sie nehmen die Informationen auf und die Babys mit. Wir müssen darüber sprechen, was zu tun ist, wenn jemand ungewollt schwanger wird und wir müssen Alternativen zur Abtreibung und Kindesaussetzung anbieten.“

ABBA House, ein Schutzzentrum für Babys, plant nun eine Babyklappe im Osten von Mamelodi. Mitarbeiter von AIDS Hope, einem Arbeitszweig von OM in Mamelodi, möchten sich in diesen Bemühungen mit einbringen und Schülern Alternativen zur Abtreibung und Kindesaussetzung aufzeigen.

 

„Wir haben in vier Schulen die einmalige Chance, mit Schülern der siebten Klasse über gute Lebensentscheidungen zu sprechen“, sagt Anne Linke, Mitarbeiterin von AIDS Hope, die auch erzählt, dass ein hoher Prozentsatz der Schüler schon mit 12 oder 13 Jahren sexuelle Beziehungen hat. „Ein ganzes Schuljahr lang unterrichten wir sie über Entscheidungen und Herausforderungen beim Erwachsenwerden, speziell wenn es darum geht, Sex zu haben. Bisher war unser Hauptfokus auf der HIV-Prävention, aber wir haben gemerkt, dass dieser Fokus weiter gehen muss. Wir müssen darüber sprechen, was zu tun ist, wenn eine ungewollte Schwangerschaft entsteht und wir müssen Alternativen zur Abtreibung und Kindesaussetzung anbieten.“

 

Donnerstag, 14. Februar 2013

   

Taiwan: Moderne Version eines Gleichnisses

R34159Am 31. Dezember organisierte das Kurzeinsatzteam von OM Taiwan eine Silvesterfeier in ihrem Gemeinschatszentrum. Sie wollten dazu Menschen aus der Gemeinde einladen.
„Wir bereiteten Essen und Silvesterprogramm für die Nacht vor,” sagt Solomon, Leiter des Gemeinschaftszentrums. „Am Nachmittag wurden zwei Gruppen hinausgeschickt, um Leute für die Feier einzuladen. Viele versprachen, dass sie kommen würden, erschienen am Abend aber nicht. Und die, die kamen, waren hauptsächlich aus der Arbeiterschicht. Die Situation war dem Gleichnis vom Hochzeitsmal, von dem Jesus in Matthäus 22 spricht, sehr ähnlich.”
Zehn Minuten nachdem das Essen begann, erschien ein Mann mit einer Wok-Pfanne in den Händen. Er sagte, er wolle ein Gericht für das Team kochen. Ein Teammitglied erkannte, dass der Mann der Straßenhändler war, der nahe dem Postbüro Tofu verkaufte. Er hatte ihm einen Flyer gegeben und ihn zur Silvesterfeier eingeladen. Der Mann freute sich über die Einladung und hatte versprochen, sich mit einem Gericht am Essen mitzubeteiligen. Und er hatte sein Versprechen gehalten!
„Unser Team hatte nicht erwartet, dass ein Straßenhändler und Leute aus der Arbeiterschicht an unserer Feier teilnehmen”, sagte Solomon. „Wir glauben, dass Gott diese Menschen zu sich gezogen hat.”

Dienstag, 05. Februar 2013

   

Naher Osten: Verlangen nach einem Leben für Gott

Literature Distribution Gott bringt Menschen auf die verschiedensten Weisen zu sich: Eine kurdische Frau aus Syrien lernte Jesus kennen, nachdem sie eine Jesus-DVD geschaut hatte, die sie im Libanon erhielt.
Hannah F., die Frau die für das Verteilen von christlichen Materialien an Kurden im Libanon verantwortlich ist, war begeistert, als Layla M. nach dem Sehen des Films mit ihr Kontakt aufnahm. Hannah sagt, sie werde so nicht oft kontaktiert. Layla wollte mehr über Jesus wissen und Hannah konnte es kaum erwarten, sich mit ihr zu treffen.
Nachdem sie sich ein paar mal getroffen hatten, beschloss Layla nach zwei Monaten, ihr Leben Jesus zu übergeben. „Ihr Leben veränderte sich sichtbar,” sagte Hannah. „Es war eine Freude, ihr Verlangen nach einem Leben für Gott zu sehen.” Layla wurde regelmäßig im Christsein unterrichtet und sie wuchs täglich in ihrem Glauben.
Weil Layla nicht verheiratet ist, wurde sie von ihrem geschiedenen Bruder gezwungen, nach Syrien zurückzukommen um auf seine Kinder aufzupassen. Sie hatte keine Wahl und ging zurück. Zusätzlich ist die familiäre Situation für Layla als Christin schwierig. Sie betet dafür, dass Gott ihr einen gläubigen Ehemann zur Seite stellt.
Eine der lokalen kurdischen Christen trifft sich regelmäßig mit Layla regelmäßig, um sie in ihrem Glauben zu ermutigen. „Das ganze Gebiet ist sehr niedergeschlagen,” erklärt Hannah. „Erst seit kurzem haben wir einen wachsende Zahl kurdischer Gläubige.” Bitte beten Sie dafür, dass Layla M. Gemeinschaft mit lokalen Gläubigen findet und in ihrem Glauben gestärkt wird.

Montag, 21. Januar 2013

   

Sudan: Vom Licht angezogen

R20449

Simon L. begann vor kurzem mit einem Arabischkurs bei einer lokalen Institution im Sudan. Fast alle seiner Klassenkameraden sind Muslime aus nicht-arabischsprachigen Ländern. Viele wollen Arabisch lernen, um ihre Religion besser kennenzulernen, da muslimische Schriften im arabischen Original gelesen werden sollen. Simon nimmt seine arabische Bibel mit in den Unterricht und liest oft still in den Pausen oder während die Klasse auf den Lehrer wartet. Er empfindet es ermutigend, dass sich seine Klassenkameraden beim Bibellesen oft um ihn scharen, es ist, als wären sie Motten, die vom Licht in einem dunklen Raum angezogen werden würden.
Vor kurzem las Simon gemeinsam mit Amir, Abdulla und Mohammed die Geschichten von Jesus, bei denen er den Sturm stillte und den Lahmen heilte. Amir sagte, dass die Geschichten nicht wahr sein können, da kein normaler Mensch die Kraft hat, die Jesus in den Geschichten besitzt. Doch Mohammed und Abdulla schienen die Geschichten zu glauben
Simon ist sich der geistlichen Herausforderungen seiner Mitschüler bewusst, aber trotzdem dadurch ermutigt, weil er sieht, wie die Warheit von Gottes Wort Menschen zum Lesen anzieht.

Freitag, 11. Januar 2013

   

Die Logos Hope fährt wieder

LHoutofdrydockAm 15. Dezember 2012 erreichte das OM-Schiff Logos Hope Hongkong. Zuvor war das Schiff acht Monate lang für Wartungsarbeiten und Verbesserungen in Subic Bay, Philippinen.
„Wir freuen uns, dass mit der Weiterfahrt der Logos Hope über ein weiterer Meilenstein für OM Schiffe erreicht wurde, “ sagt Peter Nicoll, Geschäftsführer von OM Ships International. „Wir danken Gott für das Team, das in der letzten Zeit so treu mitgearbeitet hat, und für die Bewahrung und Versorgung, die wir an Bord erlebt haben.“
Die Schiffsbesatzung wurde durch viele Freiwillige, die zwei Wochen oder länger mitarbeiteten, tatkräftig bei den verschiedensten Projekten unterstützt, unter anderem wurde das Krafstoff- und das Reinigungssystem renoviert und an Tanks und elektrischen Installationen gearbeitet.
„Unser Dank gilt auch denjenigen, die treu gebetet und aufopferungsvoll gegeben haben, um diese Arbeiten möglich zu machen,“ meint Elon A., technischer Leiter bei OM Ships. „Dies war eine Teamleistung, und wir sind sicher, dass die Schiffsysteme nun zuverlässiger, sicherer und effizienter sind.“
Seit das Schiff im April 2012 ins Trockendock kam, wurden über 70 Teams vom Schiff ausgesendet, um in philippinischen Gemeinden zu helfen. Während die Besatzung sich um die physischen und geistlichen Bedürfnisse der Bevölkerung kümmerte, konnten sie auch Hoffnung in Jesus Christus reflektieren. Die lange Zeit an nur einem Ort war aber auch ein Segen: Es wurden tiefere Beziehungen zu Einwohnern aufgebaut und viele verschiedene Einsätz gemacht, unter anderem mehrmalige Besuche in Gefängnissen und Zumba-Tanzkurse. Nun freut sich die Schiffsbesatzung auf einen Weihnachtsbesuch in Hongkong und weitere Möglichkeiten in  Südostasien.
Peter Nicoll sagt: „Obwohl die Verbesserungen und Renovierungen der Maschinenraumsysteme viel länger als geplant gedauert haben, glauben wir, dass uns die Systeme noch viele Jahre lang zugute kommen werden. Wir hoffen, dass die Arbeit unserer Mechaniker erleichtert wird und sich jetzt mehr Ingenieure in Form von Langzeitmitarbeit finden lassen.“ Beten Sie für gute Einsätze der Logos Hope im nächsten Jahr und effektive Strategien für die Arbeit und Arbeiter im Maschinenraum.

Montag, 17. Dezember 2012

   

Russland: Nähkurs für Gott

Nahkurs fur Gott„Ich habe drei Kinder im Teenageralter, keine Arbeit und ich denke erst gar nicht darüber nach, wie ich das Geld bekommen soll, das ich für meine Familie brauche. Ich bin gekommen, um mich von meiner momentanen Situation abzulenken und mit jemandem zu reden.” Das sagte die Frau zu Alexandra Bykova von OM Russland.
Alexandra dachte sich: „Wie kann ich ihr helfen? Ich kann keine Arbeit für sie finden und habe auch kein Geld.” Aber sie erinnerte sich, dass sie Gott um Frauen für eine Nähgruppe gebetet hatte, in denen er bereits wirkt. Alexandra spürte, dass Gott sagte: „Hier ist die Antwort auf deine Gebete. Akzeptiere sie und werde ihre Freundin.” Sie begann 2 Jahre später mit dem Nähkurs für Frauen und erlebte dadurch, wie Gott ihre Gebete erhört.

Vom zweiten Treffen an begann die Frau, ihre Freunde und Nachbarn zur Gruppe mitzubringen. Inzwischen treffen sie sich wöchentlich. „Von Beginn an habe ich alle gewarnt, dass es kein Kurs ist, bei dem es nur ums Nähen geht, sondern dass es ein Nähkurs mit dem Ziel ist, sich besser kennenzulernen“, sagt Alexandra. „Bei jedem Treffen reden wir über tiefgehendere Themen, bauen Brücken, öffnen unsere Herzen und zeigen denen, die kommen, unsere Wertschätzung.

„Wir wollen die Freundschaft zwischen den Teilnehmern fördern, damit wir eine gemeinsame Basis bekommen, um über geistliche Themen zu reden”, erklärt Alexandra Bykova weiter. „Wir verstehen, dass wir offen und ehrlich sein müssen, um ein von Vertrauen geprägtes Miteinander zu schaffen – unser Ziel ist, dass der Kurs ein sicherer Platz für jede Frau wird. Von Beginn an habe ich für Frauen mit Leitungsfähigkeit gebetet, damit sie, nachdem sie ein Leben mit Jesus beginnen, eine Rolle in der Entwicklung der Gruppe übernehmen können. Für die Zukunft wünschen wir uns, dass sich weitere Gruppen bilden. Bitte beten Sie mit und für uns!”

Dienstag, 27. November 2012

   

Bangladesch: Sieben verschwendete Jahre

YoungLadsBangladeschDer zwölfjährige Junge Sami F. konnte wie viele andere Kinder in seinem Alter nicht zur Schule gehen. Seine Eltern haben keine sicheren Arbeitsplätze und die Familie zieht von einer Hütte zur nächsten. Zur Schule wurde er nicht zugelassen, weil die Familie nie eine richtige Adresse hatte, und wie hätten die Schulbücher und Schuluniformen bezahlt werden sollen? Viele Jahre sah er Schülern zu, wie sie jeden Morgen in Schulkleidung an ihm vorbei in die Schule gingen. „Warum nicht ich?“, fragte er sich. „Nach Jahren waren meine Gefühle wie betäubt. Ich dachte, ich bekäme nie die Chance, eine Schule zu besuchen.“ Doch dann änderte sich alles: Samis Familie erfuhr, dass OM Bangladesch eine Grundschule für die Kinder eröffnet hatte, die nicht zu einer staatlichen Schule zugelassen wurden. Anfangs war der Junge sehr skeptisch, da seine Träume schon so oft enttäuscht wurden. Selbst wenn er einen Platz bekommen würde, hätte die Familie kein Geld für die anderen Sachen, die er für die Schule brauchen würde.
Doch die OM-Mitarbeiter und Lehrer waren ganz anders, als er erwartet hatte: Sie zeigten Interesse an den Kindern und machten Späße mit ihnen. Der Junge kann nun trotz seines Alters von zwölf Jahren die erste Klasse besuchen, selbst für die Kleidung und das Material kommt OM auf. „Danke OM! Meine Träume werden Wirklichkeit und ich will meine Eltern stolz machen“, meint Sami glücklich. Er hat in einem Land, in dem es kein Recht auf Bildung gibt, Möglichkeiten bekommen, von denen er niemals geglaubt hätte, dass sie möglich wären.

Montag, 05. November 2012

   

Nothilfe für syrische Familien

beduinen-familieDie Bevölkerung von Syrien protestiert bereits über ein Jahr gegen die Unterdrückung der Regierung. Viele wurden geschlagen, gefangen genommen, gefoltert, getötet oder waren gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen. Die syrische Wirtschaft steht still, vielen wurde gekündigt und in der jetzigen Situation eine Arbeit zu finden, ist geradezu aussichtslos. Unzählige Eltern haben Mühe, ihre Familien zu ernähren, die Inflation nimmt ständig zu. Hunderttausende fliehen in den Libanon, nach Jordanien, in die Türkei oder zelten an der türkischen Grenze. Bis zum Ende des Jahres soll die Anzahl der Flüchtlinge in Nachbarländern auf 700.000 ansteigen.
Jeder dieser syrischen Flüchtlinge hat eine persönliche, menschliche und tragische Geschichte. Was dort getan wird, beeinflusst die Leben Tausender in dieser verzweifelten Situation.
Unsere Partnerorganisation verteilt Nahrungsmittelpakete in verschiedensten christlichen, muslimischen, drusischen und kurdischen Dörfern in Syrien. Pakete werden einmal im Monat über einen Zeitraum von drei Monaten an die ärmsten Familien abgegeben. Ebenso wird syrischen Flüchtlingen, welche in ein benachbartes Land geflohen sind, geholfen. Oftmals nur mit einem Koffer angereist, haben diese Menschen fast nichts. Weiter kommt hinzu, dass Lebensmittel dort viel teurer sind als in Syrien. Vor allem im Winter kämpfen die etwa 2,5 Millionen Hilfsbedürftigen in Syrien und den umliegenden Ländern mit nächtlichen Temperaturen um 2° Celsius, da das Geld zum Heizen fehlt. Von unserer Partnerorganisation bekommen sie Matratzen, Decken, Kochutensilien und Grundnahrungsmittel. Außerdem wird für finanzielle Unterstützung bei medizinischen Notfällen gesorgt.
Die Hilfsarbeit in Syrien soll speziell durch fortgeführte Lebensmittelversorgung, für den Winter vorbereitende Programme und Seelsorge für Traumatisierte erweitert werden. Bitte beten Sie mit, dass sich die Situation in Syrien bessert und das Licht der Guten Nachricht scheinen wird! Wenn Sie die Hilfsarbeit unter dem Kennwort „Hilfe Syrien“ auch finanziell unterstützen wollen, folgen Sie bitte einem der Links:

 

Verschiedene Spendenmöglichkeiten unter Geben ("Hilfe Syrien" anwählen, auch Onlinespende über PayPal möglich)
Alternativ: Die Online-Einzugsermächtigung über eine sichere Verbindung.

 

Herzlichen Dank!

Dienstag, 16. Oktober 2012

   

Türkei: Das Treffen auf dem Berg

meetingonthemountain newsHarry und Hope sind zwei Christen aus der Steppe von Anatolien in der Türkei, die durch den „Bible Correspondence Course (BCC)“ (Bibel-Korrespondenz-Kurs) vor 8 Jahren zum Glauben kamen. Sie litten unter schlimmer Verfolgung in ihrem Dorf, woraufhin sie schließlich gezwungen wurden, an einen einsamen Berghang zu ziehen. Doch ihr Zeugnis strahlte weiter von ihnen aus und sie bettelten die Mitarbeiter des BCC an, ihnen beim Verteilen von Essen und bei der Weitergabe der Guten Nachricht an ihre Nachbarn zu helfen.

Stellen Sie sich den Schreck der BCC-Mitarbeiter vor, als sie mitbekamen, dass das Ehepaar über 100 Leute zum Event eingeladen hat. Der zweite Bürgermeister kümmerte sich darum, dass Stühle und Tische ausgeliehen wurden und brachte diese an die Spitze des Berges. Obwohl der Ort weit weg von Gebäuden war (abgesehen von ein paar kleinen Ställen für Schäfer), kamen mehr als 50 Menschen. Sie hörten Lobpreislieder, sahen ein Theaterstück und hörten einen Impuls über den verlorenen Sohn. Christen erzählten, wie sie zum Glauben an Jesus fanden, und die Menschen fragten viel.

Viele Dorfbewohner sagten, dass sie berührt wurden. Einige weinten während des Theaterstücks und einer gestand, er sei wie der verlorene Sohn. Obwohl Harry und Hope so sehr unter der Verfolgung leiden, kommen immer noch Menschen für Gebete zu ihnen. Bitte beten Sie, dass Harry und Hope inmitten der Verfolgung gestärkt werden.

Montag, 08. Oktober 2012

   

Costa Rica: Situation und Hilfe nach den Erdbeben

R31371Anfang September wurde Costa Rica von einem Erdbeben der Stärke 7,9 auf der Richterskala getroffen. Es war das zweitstärkste Erdbeben in der Geschichte des Landes.
Das Erdbeben geschah im Nordwesten des Landes, und trotzdem fühlte man es noch sehr stark in der Hauptstadt San José, wo auch die Zentrale von OM Costa Rica ist. Dort gab es nur geringe Schäden an öffentlichen Gebäuden, alle Familien des Teams haben das Erdbeben und die zahlreichen Nachbeben mit einer Stärke über 3,0 gut überstanden.
Das OM Costa Rica-Team dankt allen sehr für die zahlreichen Gebete und berichtet von der aktuellen Situation:
Die Provinz Guanacaste wurde am schlimmsten getroffen, hier wurden viele Häuser zerstört. Auch die Gebiete Alajuela und Puntarenas nahmen großen Schaden. Die Bewahrung wird in Santa Cruz sichtbar, im Norden der Stadt kam niemand wegen herunterfallendem Geröll ums Leben und nur 190 Häuser wurden zerstört.
Ein Krankenhaus in Puntarenas war das am schlimmsten getroffene öffentliche Gebäude, doch selbst hier konnten alle Patienten ohne Zwischenfälle in andere Krankenhäuser evakuiert werden.
Auch wenn die Auswirkungen der Beben (selbst nach über zwei Tagen gab es noch ein 5,4 starkes Nachbeben) viel schlimmer hätten sein können, gibt es viele Familien, die alles verloren haben.
OM Costa Rica hilft zurzeit Kirchen vor Ort und versorgt sechs betroffene Familien, die nun mit Nichts neu beginnen müssen. Das Team kauft den Familien Nahrung für die nächsten zwei Monate, bezahlt ihre Miete für einen Monat und kümmert sich darum, dass die Familien Betten und Haushaltsgeräte (Kühlschrank etc.) bekommen.
All das wäre bis jetzt ohne die weltweite Unterstützung durch Gebet und Spenden nicht möglich gewesen. Bitte beten Sie weiterhin für Costa Rica! Wenn Sie die Hilfsarbeit von OM Costa Rica unter dem Kennwort „Erdbeben Costa Rica“ auch finanziell unterstützen wollen, folgen Sie bitte einem der Links:

 

Verschiedene Spendenmöglichkeiten unter Geben ("Erdbeben Costa Rica" anwählen, auch Onlinespende über PayPal möglich)

Alternativ: Die Online-Einzugsermächtigung über eine sichere Verbindung.

 
Herzlichen Dank!

Montag, 24. September 2012

   

Moldawien: Eltern zeigen Vertrauen

ChildrenMoldavaSmallAls das OM Moldawien-Team sich für eine dreitägige Kinderfreizeit in Brezoaia vorbereitete, einem Dorf im Südosten von Moldawien, wurden sie gewarnt, dass die Leute vor Ort nicht am christlichen Glauben interessiert sind; selbst die Orthodoxe Kirche ringt darum, Interesse bei der Bevölkerung zu schaffen.

Da es keine evangelische Kirche, nicht einmal einen einzigen Gläubigen in dem Dorf gab, existierte auch keine Beziehung zu den Menschen vor Ort. Das bedeutete auch, dass OM Moldawien kein Gebäude oder Grundstück hatte, das sie für ihr Programm benutzen konnten. Stattdessen fanden sie eine kleine Lichtung in einem dem Dorf nahe gelegenen Wald.

Trotz dem Mangel an Werbung und dem etwas versteckten Ort erschienen am ersten Tag des Camps etwa 50 Kinder. Ein paar Eltern beobachteten aufmerksam, was geschah. Die Rückmeldungen der Eltern gegenüber dem Programm waren insgesamt positiv, sie lauteten allgemein: „Ihr tut etwas Gutes und wir vertrauen euch unsere Kinder an!“

Verschiedene Erwachsene erschienen jeden Tag, um bei den Spielen zuzuschauen, die Lieder mit anzuhören und die biblischen Geschichten zu hören, genauso aufmerksam wie ihre Kinder. Das Team empfand es als besonders, dass man ihnen vertraut hat und dass sie von den Eltern respektiert wurden. Diese genossen die Freude der Kinder, die vom Camp hocherfreut waren und jeden Tag neue Kinder mitbrachten. Am letzten Tag nahmen 80 Kinder teil – selbst die örtliche Schule hat nur ein wenig mehr als 100 Schüler. Das ermutigte das Team.

Freitag, 21. September 2012

   

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